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29.03.2013
Vlotho
Brand in Wohnanlage für Behinderte in Vlotho
Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst
VON STEFAN BOSCHER

Einsatzort | FOTO: STEFAN BOSCHER

Vlotho. Großalarm für Feuerwehr und Rettungsdienste in Vlotho (Kreis Herford) am frühen Karfreitag-Morgen. In einer Wohnanlage für Behinderte war ein Feuer ausgebrochen, vor allem der Rettungsdienst war gefordert, sich um die Bewohner zu kümmern.

Gegen 5.45 Uhr alarmierten Anwohner des Sommerfelder Platzes in der Innenstadt die Feuerwehr, dass es in einem Mehrfamilienhaus an der Langen Straße, direkt am Sommerfelder Platz brennen würde. Die Leitstelle setzte umgehend zwei Löschgruppen der Feuerwehr Vlotho in Marsch. Bei deren Eintreffen wurde jedoch klar, dass es sich bei dem Haus, aus dem bereits dichter Qualm drang, um eine Wohnanlage für Behinderte handelte.


Da nicht klar war, wie viele Bewohner sich zu diesem Zeitpunkt noch in dem Haus befanden, erhöhte die Einsatzleitung die Alarmstufe und beorderte weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr, Notärzten und Rettungsdiensten in die Vlothoer Innenstadt.

Sechs Bewohner und eine Betreuerin befanden sich nach Angaben der Feuerwehr zum Zeitpunkt, als der Brand ausgebrochen war, in dem Haus. Sie alle konnten sich rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen und flüchteten sich zunächst in die nahe gelegene Polizeiwache.

Die ersten Einsatzkräfte, die das Haus erreichten, machten sich daran, alle Räume und Wohnungen nach möglichen weiteren Bewohnern zu durchsuchen, zwölf Menschen waren in der Wohnanlage gemeldet. Zur Betreuung der geistig behinderten Bewohner wurde die Betreuungskomponente des DRK Vlotho alarmiert, sie kümmerten sich in einem nahe gelegenen Café um die Personen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Menschen verletzt, beide leicht. Eine Frau erlitt Brandverletzungen am Arm, eine weitere Person zog sich eine Rauchvergiftung zu. Beide wurden mit Rettungswagen ins Klinikum nach Herford gebracht.
Das Feuer selbst konnten die Einsatzkräfte schnell löschen. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr brach der Brand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss des Hauses aus. "Ein Schwelbrand hat sich vermutlich in der Nähe der Matratze und des Sofas entwickelt", sagt Feuerwehrleiter Torsten Sievering.

Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz, zudem noch zahlreiche weitere Mitarbeiter von Rettungsdienst und DRK. Die Höhe des entstandenen Schadens steht noch nicht fest, auch die Brandursache ist noch unklar. Experten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

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