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19.01.2011
HERFORD
Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg melden Insolvenz an
Verfahren seit Dienstag eröffnet

Neue Hiobsbotschaft für Herforder Busfahrer. | Foto: Kiel-Steinkamp

Herford (nibu). Die Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg (VMR) haben Insolvenz angemeldet. Das Insolvenzeröffnungsverfahren ist nach Angaben des Justizministeriums NRW am Dienstag um 12.12 Uhr eröffnet worden.

Betroffen ist der Geschäftszweig "Management und Betrieb von Transportsystemen für die Beförderung von Personen und Gütern, der Betrieb eines Reiseverkehrsunternehmens und Reisebüros sowie alle damit zusammenhängenden Leistungen". Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist der Herforder Rechtsanwalt Hans-Achim Ernst bestellt worden.

Am Mittwochvormittag ist die Mitarbeiter-Versammlung auf dem Betriebsgelände der VMR beendet worden. Unter den Anwesenden herrschte bedrückte Stimmung. Viele Mitarbeiter sind nach eigenen Angaben älter als 50 Jahre und befürchten, keine Arbeit mehr zu finden.
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Kommentare
@Alexander Szabo
Als 2001 der Verkauf der VMR anstand,war der damalpge Betriebsrat zwar nicht Entscheidungsträger,forcierte aber den Verkauf an die Üstra.
Heute ist der ehemalige Betriebsratsvorsitzender Betriebsleiter bei VMR, ein anderes Betriebsratsmitglied Geschäftsführer bei der VMR Schwester Eurobus.
Noch Fragen?

Es wäre schön, wenn die NW mal den Unterschied zwischen Insolvenzverfahren und InsolvenzERÖFFNUNGSverfahren nachschlagen würde. Genauso gibt es z.B. einen Unterschied zwischen einem Insolvenzverwalter und einem VORLÄUFIGEN Insolvenzverwalter.

Ende 2000 wurde der Beschluss gefasst, die Elektrizitätswerke Minden Ravensberg mit der Pesag Paderborn zu verschmelzen, und die Mehrheit der Anteile nach einer Übergangszeit an den EON-Konzern zu übertragen, und die damalige Tochter VMR an einen anderen Bieter zu veräussern. Hätte man damals eine kommunale Lösung für beide Sparten gesucht, könnte man heute mittels einer Direktvergabe nach EU-Richtlinien die Verkehrsleistungen ohne Ausschreibung an das eigene Unternehmen übertragen, wie das in fast allen Städten in NRW praktiziert wird. Wann werden die Personen, die vor 10 Jahren den verheerenden Beschluss zur Privatisierung forciert und gefällt haben, zur Verantwortung gezogen? Die Bevölkerung kommt heute in den Genuss eines profitorientierten Discount-ÖPNV mit dem zweiten Betreiberwechsel seit der Privatisierung. Erst Üstra-Intellience, dann Rhenus, jetzt wahrscheinlich der DB-Konzern(!). Die Entscheidungsträger von vor 10 Jahren fahren aber vermutlich wie eh und je mit ihren Limousinen, die interessiert das ganze wahrscheinlich soviel wie ein Spiel der Verbandsliga.

Wieso haben denn die Politiker hier nicht eingegriffen? Die haben doch sonst auch immer das letzte Wort!!

Nur mal zur Info an die Redaktion: Das auf dem Bild ist *kein* Bus der Verkehrsbetriebe Minden Ravensberg sondern ein Bus der Firma "Stoffregen Busreisen" aus Kirchlengern. Und soweit ich weiß, sind die alles andere als Insolvent.


@ LEROY BLENCH: Danke für den Hinweis. Diese Info hatte uns schon erreicht. Wir haben das Bild gelöscht. NW




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