Bielefeld. Der Blick ist atemberaubend. Aus dem Flugzeug ist das neue große Kleeblatt Bielefelds schon gut zu erkennen. Südlich des Südrings entsteht das Autobahnkreuz der A 33 mit dem verlängerten Ostwestfalendamm. Mit Hochdruck arbeiten die Betonbauer an der großen Brücke. 2012 soll hier der Verkehr rollen.
Bausommer: "Zur Zeit läuft es sehr gut", ist Andreas Meyer, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs "straßen nrw" in Bielefeld, zufrieden: "Der ideale Bausommer hat uns voran gebracht. Das tut uns gut nach dem harten Winter." Deshalb hofft Meyer, dass es keine neuen Verschiebungen im Zeitplan gibt. Den Fertigstellungstermin 2012 hatte zuletzt Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger genannt.
Die längste Baustelle: Nach 6,4 Kilometern A 33 vom Kreuz mit der A 2 aus hat sich die längste Baustelle Bielefelds bis Ummeln fortgefressen. An der Winterstraße ragt die letzte der 23 A-33-Brücken aus dem Boden – die mit Abstand größte. Denn über sie werden vier Fahr- und zwei Abzweigspuren des Ostwestfalendamms über die Autobahn führen. Meyer: "Eine andere Dimension."
Allein die Brücke verschlingt rund vier Millionen Euro
Elegante Brücken: 44 Meter breit ist das Ungetüm, 4.900 Kubikmeter Beton und 900 Tonnen Stahl werden darin verbaut. Allein diese Brücke verschlingt rund vier Millionen Euro. Ihre Form ist wie die der 22 anderen eine besondere: Statt von einer durchgängigen Stützwand in der Mitte wird die Brücke von schräggestellte Pfeilern getragen, so Srecher Sven Johanning. Das spare Material und sehe eleganter aus. Mit zusätzlicher, ortsüblicher Sandsteinverkleidung wirkten die Brücken weniger klotzig. Für sie und die Lärmschutzwände gebe es ein inheitlichen Gestaltungskonzept.
Das neue Kreuz-Kleeblatt wird schon 2012 "komplett fertiggestellt", obwohl zwei Arme, der Weiterbau der A 33 Richtung Steinhagen und die Ortsumgehung Ummeln noch in weiter Ferne sind. Das OWD-Kreuz gehört noch zum genehmigten Abschnitt 5 der A 33, der bis zur B 61 (Gütersloher Straße) führt.
Abschnitt 6: Für den Weiterbau bis Steinhagen werden bereits erste Brücken gebaut, wie an der B 61, die dafür verschwenkt ist, und in Kürze an Brockhagener, Zinnstraße und Auf der Höhe. Der 7,9 Kilometer lange Abschnitt 6 soll 90 Millionen Euro kosten und 2014 fertig sein. Für die 3,7 Kilometer lange und auf 23,5 Millionen Euro geschätzte, aber umstrittene Ortsumgehung Ummeln läuft die Planfeststellung.
Etwa 100.000 Lkw voll
Der Damm: Große Bodenbewegungen laufen zwischen neuem Kreuz und Südring. Hier entsteht der Damm für die Verlängerung des OWD. 800.000 Kubikmeter Boden, weitgehend aus Verl, werden aufgeschüttet. Meyer: "Das sind etwa 100.000 Lkw voll." Bis Ende des Jahres soll der Damm stehen.
Dünn wie Joghurt: Zwei Abschnitte der neuen A 33 sind bereits asphaltiert: zwischen Kreuz A 2 und Buschkampstraße sowie Reiherbach und Enniskillener Straße. Die großen Probleme, die es auf dem Abschnitt dazwischen in Höhe Windflöte/Rieselfelder Windel gab, haben die Straßenbauer "mittlerweile im Griff", so Meyer. Dort war der Boden zu nass und nicht tragfähig, "wie zu dünn geratener Joghurt". Monatelanges Vakuum-Abpumpen des Wassers sowie der Austausch des Bodens hätten den Untergrund stabilisiert. Jetzt ist der Schotter bereits aufgebracht und auch der Abschnitt kann asphaltiert werden.
Die Kosten: Die Planer rechnen für die A 33 von A 2 bis OWD mit 109 Millionen Euro, für die OWD-Verlängerung mit 13 Millionen. Die anfangs nicht eingeplante Komplettsanierung des A-2-Kreuzes und die Bodenstabilisierung Höhe Windflöte verteuerten das Projekt.
Hab mal ne interessante Reportage gesehen, da wurde Frau Künast gefragt, warum sie für 500 meter zum Bundestag nicht das Fahrrad sonder ein hochmotorisiertes Auto benutzt, Ertappte werden dann natürlich schnell mal ungehalten. Das ist grüne Realität.