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22.07.2011
PADERBORN
Paderborner Rocker feiern in Nienburg
Motorradclubs besuchen Niedersachsen

Nienburg (dpa/lni) Mehrere Hundert Mitglieder und Freunde der Rockergruppe "Red Devils" sind am Wochenende in Nienburg zusammengekommen. Anlass war der erste Geburtstag der acht sogenannten Chapter, örtliche Motorradclubs aus Paderborn Stadthagen, Wolfenbüttel, Bad Münder, Celle, Göttingen, Walsrode und Nienburg.

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Am Sonntag zog die Polizei in Nienburg eine Bilanz der Rockerparty. Sie sei ohne Zwischenfälle verlaufen, hieß es. "Es ist sehr ruhig", sagte ein Polizeisprecher. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.


Die "Red Devils" gelten als Unterstützer-Club der "Hells Angels" und stehen deshalb auch unter besonderer Beobachtung staatlicher Organe. Im Internet werben die "Red Devils" mit Stripshows, Live-Bands, Special Food und Tätowierern vor Ort. Jedoch gebe es "vor, während und nach der Veranstaltung keine Haftung", heißt es. Landesweit werden den "Red Devils" rund 400 feste Mitglieder zugeordnet - Tendenz stark steigend.

"Das ist eine wirklich große Veranstaltung", sagte Frank Federau, Sprecher des Landeskriminalamtes am Freitag in Hannover. Um bei etwaigen Störungen unmittelbar reagieren zu können, waren sowohl die örtliche Polizei als auch das LKA vorbereitet, um das Treffen in "angemessener Zahl" begleiten. Konkrete Zahlen über die Beamten wollte das LKA aus einsatztaktischen Gründen nicht verraten.
Die Polizei erhoffte zudem durch ihre "erhöhte Präsenz" rund um das Gelände etwaige Ausschreitungen von vorne herein zu unterbinden. "Das hat nichts mit Lagerfeuerromantik und normalen Motorradfahrern zu tun", betonte Federau. Viele der Mitglieder hätten einen konkreten Zugang zu organisierter Kriminalität.

Vorgehensweise der Landesregierung in der Kritik

Ursprünglich wollten die Organisatoren die Feier auf dem Gelände einer Großdiskothek in Nienburg abhalten. Wegen Genehmigungsproblemen wurde sie dann aber in das Clubheim der "Red Devils" in Landesbergen verlegt. Auch Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth soll erwartet werden.

Die Linke im Landtag kritisierte den Umgang der Landesregierung mit Rockerbanden. Seit Jahren zeichne sich ab, dass die Kriminalität, vor allem die Organisierte, in der Rockerszene zunehme. "Dieser Entwicklung sieht Innenminister Uwe Schünemann (CDU) seit Jahren tatenlos zu - als ob ihn das Ganze nichts angehe. Das ist eine Arbeitsverweigerung des Innenministers", sagte Pia Zimmerman, Landtagsabgeordnete und Ratsfrau in Wolfsburg.


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