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18.02.2012
GÜTERSLOH
Alle wollen die Autobahn 33
Politiker von Bund und Land demonstrieren in Gütersloh Einigkeit / Anrainer drängen beim Zeitplan
VON MATTHIAS BUNGEROTH

Diskutieren | FOTO: MATTHIAS BUNGEROTH

Gütersloh. Noch vor wenigen Tagen ging es hoch her zwischen den Mandatsträgern aus OWL. Je nach politischer Farbenlehre warfen Vertreter der schwarz-gelben Koalition in Berlin und jene, die die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf stützen, dem jeweils anderen Lager vor, entweder den Geldhahn für die Realisierung des Lückenschlusses der Autobahn 33 nicht weit genug aufzudrehen oder dieses Straßenbauprojekt durch allzu langsame Planungen zu verzögern. Diese Zeiten scheinen ein für allemal vorbei.

"Wir stehen für das Gelingen von Projekten", sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), voller Überzeugung und wandte sich dabei an Harry Voigtsberger (SPD), den Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Der westfälische Autobahnfriede war geschlossen.

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Auch der Landrat und die betroffenen Bürgermeister zeigten sich mit dem Erreichten zufrieden. "Das ist genau das, was die Menschen im Kreis Gütersloh wollen", befand etwa der Borgholzhausener Bürgermeister Klemens Keller. Die Bürger seiner Kommune hätten Angst gehabt, dass der letzte A-33-Abschnitt nochmals in zwei Bauabschnitte geteilt werden würde. Doch das soll nun nicht passieren, versicherten die Politiker von Bund und Land. Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD), Bürgermeisterin von Halle, machte nochmals deutlich, wie wichtig ihr die zügige Fertigstellung des Autobahnprojekts ist. "Man kann nicht mehr vernünftig atmen an der B 68", sagte sie. Die betroffenen Menschen werden nach ihrer Auskunft "konstruktiv-kritische Begleiter" des Autobahnbaus bleiben.


Auch wenn die Politiker darauf hinwiesen, dass der letzte Abschnitt der A 33 mit einer Trassenlänge von rund 12 Kilometern und 38 Brückenbauwerken bautechnisch sehr anspruchsvoll sei – aus dem Kreis Gütersloh kamen doch weiter Bedenken hinsichtlich der angekündigten Bauzeit bis 2019.


"Ich werde in Gesprächen nach Möglichkeiten suchen, damit es schneller geht", befand der Haller Modeunternehmer Gerhard Weber, der sich ebenfalls für den baldigen Lückenschluss stark macht. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) zeigte sich aber erfreut, "dass das Thema A 33 in NRW oberste Priorität genießt".

Kommentare
Klaus Krüger schrieb: "fragen Sie doch mal die , davon demnächst BETROFFEN/BELASTET/BEMIEFT werden.."

Herr Krüger fragen SIE doch mal diejenigen, die seit mehr als 40 Jahren den Lärm, Gestank, und Dreck der (Berufs-)Verkehrs(dauer)staus in Halle ertragen müssen.

Wievel Treibstoff wurde in diesem Nadelöhr in den vergangenen 40 Jahren seit A33-Planungsbeginn dort unnütz in die Luft geblasen.

In welchem Jahrtausend leben wir eigentlich ??
Überall werden Shoppingcenter und Autobahnen gebaut. In der Region Bielefeld ist der gallische Widerstand am größten... Applaus, Applaus...

Alle wollen die A33......
fragen Sie doch mal die , davon demnächst BETROFFEN/BELASTET/BEMIEFT werden..
Keiner der Politiker, der vollmundig die A33 propagiert, wohnt dort.

@.allgemeine frage mit...! in niedersachsen waren die deswegen schneller mit der A33 fertig weil da 1.weniger grüne wohnen, 2. die keine fledermaus gesucht haben-und deswegen auch kein umweltschützer vorgeschickt werden mussten 3. und sich wohl kein anlieger beschwert hat das er zu wenig fürs grundstück bekommt 4. und selbst der kleine anteil an ostfriesen mehr verstand hat als die bei uns in owl

Sie haben ganz offensichtlich die Zeichen der Zeit verpennt, anders kann ich mir Ihren 'Kommentar' nicht erklären!



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