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12.04.2012
OWL
OWL-Städte rüsten sich fürs Public Viewing
In Bielefeld wird in der Ausstellungshalle mitgefiebert
VON PATRICK BOCKWINKEL

Gemeinsam mitfiebern | FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Bielefeld. In rund acht Wochen bestreitet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr erstes Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Millionen Deutsche werden dann wieder vor den Mattscheiben mit Jogis Jungs mitfiebern - auch in Ostwestfalen-Lippe. In mehreren OWL-Städten können die Fußball-Fans beim Public Viewing der DFB-Elf gemeinsam die Daumen drücken.

In Bielefeld wird die neue Ausstellungshalle für alle Spiele mit deutscher Beteiligung zur Public-Viewing-Arena umfunktioniert. Damit findet seit der EM 2008 erstmals wieder ein "Rudelgucken" in Bielefeld statt. Bis zu 4.500 Fans können dort gemeinsam die Partien auf einer 40-Quadratmeter-Leinwand erleben, die die Betriebs-GmbH der Bielefelder Stadthallen aufstellt.

Info

Die Vorrundenspiele der Deutschen

Deutschland - Portugal
(Samstag, 9. Juni, 20.45 Uhr)
Deutschland - Niederlande
(Mittwoch, 13. Juni, 20.45 Uhr)
Deutschland - Dänemark
(Sonntag, 17. Juni, 20.45 Uhr)

Wer auf jeden Fall dabei sein will, der kann sich ab Mitte Mai für fünf Euro Tickets kaufen, die den Zugang sowie ein Freigetränk garantieren. Für alle anderen ist der Eintritt zwar frei, sollte die Halle aber schon voll sein, müssen sie draußen bleiben. Wo die Tickets zu bekommen sind, wird noch bekannt gegeben.

Mitfiebern auch in Gütersloh, Paderborn und Herford

Auch in Gütersloh ist für alle Spiele der Finalrunde Public Viewing angesagt - sofern die deutsche Mannschaft das Viertelfinale erreicht. Bertelsmann und die Kommune werden in der Innenstadt - wahrscheinlich auf dem Berliner Platz - eine 35 Quadratmeter große LED-Leinwand aufbauen.

In Paderborn sollen die Spiele der Deutschen ebenfalls wieder auf Großbildleinwänden gezeigt werden. Hier komme der Franz-Stock-Platz in Frage. Derzeit würden Gespräche mit einem möglichen Betreiber laufen.

Konkreter sind die Pläne bereits in Herford, wo die Markthalle am Rathaus zum Public-Viewing-Schauplatz wird. Alle Partien der DFB-Elf werden auf einer Großbildleinwand gezeigt. Karten sind im Vorverkauf für drei Euro bei der Tourist-Information oder am Spielabend vor Ort zu bekommen.

Leinwand aus der Lipperlandhalle wird abmontiert

Zum großen Wurf holt die Hansestadt Lemgo aus und wird auf dem Regenstorplatz ein noch größeres Public-Viewing als in den vergangenen Jahren auf die Beine stellen. Für bis zu 5.000 Fußball-Anhänger sei laut Wolfgang Jäger von Lemgo-Marketing das Sicherheitskonzept abgenommen worden, berichtet die Lippische Landes-Zeitung. Zur WM 2010 hatten dort 3.500 Zuschauer Platz gefunden.

Eine große LED-Leinwand wird in der Lipperlandhalle ab- und auf dem Rengenstorplatz wieder aufgebaut. Der Eintritt wird zwei Euro kosten. Das Mitnehmen von Getränken ist im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr gestattet. Dafür wird ein Euro des Eintritts auf das erste Getränk angerechnet, um die Versorgung kümmert sich die Firma Infinity.

Kommentare
@Lotus: Dieses denglisch ist die Verrohung der Gesellschaft. Racer ist die Ausnahme.

@racer07: Public VIEWING ist einer der heutigen Anglizismen, wie Internet, Speed, Event etc.


Da du dich ja über den englischen Ausdruck beschwerst, habe ich eine Frage: warum nennst du dich racer (englisch) und nicht Rennfahrer/Läufer/Rennmaschine????

Warum heisst dat publik wiuing und nicht öffentliches kucken? In der Halle is dat voll uncool da wird voll die schlechte Luft sein. Dat bockt nich

du nina du hast minden noch vergessen da würdest dich bestimmt auch wohlfühlen.

"Wer auf jeden Fall dabei sein will, der kann sich ab Mitte Mai für fünf Euro Tickets kaufen, die den Zugang sowie ein Freigetränk garantieren. Für alle anderen ist der Eintritt zwar frei, sollte die Halle aber schon voll sein, müssen sie draußen bleiben."

Hm, vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch, aber was/wer ist mit "Für alle Anderen" gemeint? Alle anderen Spiele ohne Deutschland-Beteiligung?

Ansonsten muss ich Nina zustimmen: ich finde es auch ziemlich ungünstig, solche Massenveranstaltungen in einer Halle durchzuführen. Nicht jeder ist ein Fan davon, sich von schwitzenden (und angetrunkenden) Leuten zerdrücken zu lassen. Ich finde auch, dass man genügend Platz zum Ausweichen stellen sollte. Es gibt nunmal Leute, die sich gerne die Spiele in solch einer gemeinsamen Atmosphäre anschauen wollen, aber halt nicht so zusammengepresst wie Ölsardinen. Ich will das Thema jetzt nicht dramatisieren, aber besonders nach dem LoveParade-Skandal sieht man Veranstaltungen wie Konzerte etc. etwas anders. Über die Gefahren, die in großen Menschenmengen auftreten können, hat man sich vorher ja nicht so dolle Gedanken gemacht. Daher sollte man für genügend Platz sorgen. Auch im Interesse der Stadt/ Bürgermeister.



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