Bielefeld. Abpfiff in Lemberg, Anpfiff in Bielefeld: Hunderte feierten den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Bielefelder Jahnplatz.
Die Polizei hatte den Platz abgesperrt, so dass die Fans ungefährdet Party machen konnten. "So geh'n die Holländer", krochen die überwiegend jungen Leute in Anspielung auf die Niederlage der Niederlande gegen Dänemark über den Platz. Um gleich darauf springend zu intonieren: "So geh'n die Deutschen."
Zuvor hatten etwa 2.800 Zuschauer den Sieg der DFB-Elf im Bielefelder Fandome in der Stadthalle verfolgt. Wie überall in Ostwestfalen verlief das gemeinsame Fußballgucken überwiegend friedlich.
Auch im
Kreis Minden-Lübbecke wurde gemeinsam gejubelt. In einem Zelt in
Minden verfolgten etwa 1.000 Fans das Spiel, in
Lübbecke etwa 400. Nach Spielende kam es laut Polizeibericht zu zahlreichen Autokorsos.
Auf dem Klausenwall in
Minden beteiligten sich etwa 300 Autos und 150 Fußgänger an spontanen Jubelfeiern. Etwa 50 Autos fuhren laut hupend durch die
Bad Oeynhausener Innenstadt, begleitet von etwa 200 Fans zu Fuß. Im
Espelkamper Stadtgebiet waren etwa 50 Autos unterwegs. Bis auf kurzfristige Verkehrsbehinderungen kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Polizeibeamte begleiteten die Jubelfeiern und regelten je nach Bedarf den Verkehr.
Lob von der Herforder Polizei
Auch Kreispolizeibehörde
Herford zog eine positive Bilanz der nächtlichen Ereignisse nach dem Portugalspiel. An zahlreichen Public-Viewing-Orten sei das Sicherheitskonzept im Zusammenspiel zwischen den dortigen Sicherheitsunternehmen und der Polizei Herford aufgegangen.
Die Fans feierten ausgelassen den Sieg der deutschen Fußballer. Die Autokorsos in der Herforder Innenstadt konnten ermöglicht werden, da sich Mitfahrer nicht aus den Fahrzeugen lehnten. Am Ende war gegen Mitternacht wieder Ruhe im Kreis eingekehrt, so dass sich die Polizei bei diesem Verhalten der Fans auf die nächsten Spiele freut.
In
Paderborn wurde der Straßenverkehrsknotenpunkt Westerntor, in Paderborn, von den Fußballfans "eingenommen". Nach dem Sieg der Nationalmannschaft zogen am Samstagabend auch diesmal wieder mehr als 1.000 Feierlustige aus der Innenstadt und vom Public Viewing auf dem Franz-Stock Platz in Richtung des ehemaligen Kreisverkehres. Wie auch schon in den 90 Minuten beim Rudelgucken blieb im großen und ganzen alles friedlich. Bis auf einige Unverbesserliche, die Knallkörper in die Menge warfen, waren alle Fans bei bester Laune und gaben das Westerntor nach einer guten Stunde wieder für den Straßenverkehr frei.
Daumendrücken unterm Eiffelturm
Und selbst unter dem Eiffelturm war am Samstagabend etwas Sommermärchen-Atmosphäre: Deutsche
Paris-Urlauber schminkten Passanten kurzerhand ein schwarz-rot-goldenes Fähnchen auf die Wangen, einige Au-Pairs bekannten mit Federboas Deutschlandfarbe - und konnten sogar Einheimische für deutschen Fußball begeistern.
"Wegen mir hält meine Pariser Gastfamilie zu Deutschland", sagte Au-Pair
Nicole Kleppin aus
Bielefeld. Am Montag wird es unter dem Eiffelturm aber vermutlich etwas turbulenter zugehen: Dann hat Frankreich seinen EM-Auftakt gegen den Erzrivalen England.
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