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19.07.2012
HÖXTER/WITZENHAUSEN/KASSEL
Salzabwasser in Werra: EU leitet Verfahren ein
Beschwerde von 18 Kommunen, Unternehmen und Genossenschaften

Salzabwasser | ARCHIVFOTO: DPA

Witzenhausen/Kassel/Höxter (dpa/nw). Wegen der Einleitung von Salzabwasser in die Werra hat die EU-Kommission nach Angaben der Werra-Weser-Anrainerkonferenz ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik eingeleitet. Das teilten die Konferenz gestern Abend im nordhessischen Witzenhausen mit.

Dem Verfahren liegt eine Beschwerde von 18 Kommunen, kommunalen Unternehmen und Fischereigenossenschaften aus Hessen, Thüringen, Niedersachsen und NRW zugrunde. Sie kritisieren, dass die Behörden die Vorschriften der europäischen Wasserrahmenrichtlinie verletzen, indem sie die Einleitung der Abwässer durch die Kali-Industrie gestatten. In einem Vertragsverletzungsverfahren wird geklärt, ob ein Mitgliedstaat gegen EU-Recht verstoßen hat.

Beim Düngemittelkonzern K+S in Kassel war am Abend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die umstrittene Pipeline, mit der das Unternehmen Salzabwässer in die Werra leiten will, ist gerade vom Regierungspräsidium in Kassel genehmigt worden.

Mehr zum Thema in nw-news.de
Kommentare
Seit jahren wird dieser plan von der firmaK&s mit unterstützung der kasseler regierungsbehörde ohne rücksicht auf die weser und umwelt betrieben. Berlin scvhweigt dazu ! Endlich ,wenn auch spät, wir Brüssel wach.was kommt dabei am ende heraus??

salz ab in den salzstreuer

Tja.. die Politik wird doch in vielen Bereichen von der Wirtschaft gelenkt. Wofür wir überhaupt noch wählen gehen, versteht man doch heutzutage nicht mehr wirklich. Aber hoffen wir mal auf die EU, dass die diese Umweltsünde verbietet!

Der Strom soll von der Nordsee bis in den Nordhessischen bereich gelangen nur keiner weis wie.

Das Salzwasser soll aus dem Nordessischem in die Nordsee in die Nordsee...

Schaut da keiner von den Vorständen über den Tellerand.

Vielleicht kann die Bundesnetzagentur da mal Moderieren...

Ich muss jetzt lange überlegen, wäre jetz eine gemeinsame Trassse die Lösung wo man sich vielleicht die Kosten teilt.

Sehr gut, dass diese einseitige "pro Wirtschaft-Entscheidung" zumindest auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft wird. Ich dachte, dass solche Umweltvergehen der Vergangenheit der 60er und 70er-Jahre angehören!



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