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13.09.2012
RHEDA-WIEDENBRÜCK
Tönnies schreibt an Mitarbeiter
Reaktion auf Berichterstattung der Neuen Westfälischen

Mitarbeiter informiert | FOTO: DPA

Rheda-Wiedenbrück (tcg/jrn). Mit einem offenen Brief an alle Mitarbeiter hat Clemens Tönnies (56), Konzernchef des gleichnamigen Schlachtbetriebes in Rheda, auf die Berichterstattung der Neuen Westfälischen über den Familienstreit mit seinem Neffen Robert (35) über die Führung des Unternehmens reagiert.

Bewusst habe er Geduld mit seinem Neffen an den Tag gelegt, weil er gehofft habe, dass dieser sich positiv ins Unternehmen einbinden ließe. Gleichzeitig macht Clemens Tönnies deutlich, dass Robert "die Beratung und Nähe zu einem für die Eskalation von Familienstreitigkeiten bekannte Anwalt aus Stuttgart" gesucht habe. Der Unternehmer bittet seinen Mitarbeiter um Ruhe, "Schlammschlachten, wie die jetzt drohende, angezettelte", lehne er prinzipiell ab. Der Streit sei lästig, gehe aber nicht an die Substanz.

Robert Tönnies hat nach Informationen der Neuen Westfälischen die Rückgabe eines Fünfprozentigen Unternehmensanteils gefordert, den er 2008 seinem Onkel geschenkt hatte. Der Vorwurf: Grober Undank.
      

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Kommentare
@ jeppe: Das glaub ich mit Dir! Wer R.Ts Frau Sarah Tönnies kennt, der weiß: sie würde auch gerne einmal mit ihrem Röckchen über Promipartys stöckeln!
Auf der einen Seite ist, wie du sagst der berühmte C.T. und seine Frau (Schirmherrin der von Tönnies gegründeten Stiftung Kinderträume und häufig für Wohltätigezwecke in der Presse) und auf der anderen Seite der unbeliebte und unbekannte Robert. Der zu alledem auch noch vor Jahren gemeinsam mit seinem Bruder 5% Anteile verschenkte und damit den starken Onkel noch stärker machen konnte! Warum hat er dies damals denn wohl gemacht? Aus Dank und Anerkennung für die Leistung seines Onkels, die heute plötzlich so schlecht sein soll?? Da kommt uns allen doch sofort die Maslower Bedürfnishierarchie in den Sinn! Wenn man alles hat, dann kommt das Streben nach Ruhm und Selbstverwirklichung! Auf diesem Niveau der blanke Neid von Robert!! Ich hoffe für uns Mitarbeiter und Clemens Tönnies das Beste! Weil wir bei Tönnies 1 ein tolles Team sind, und 2. Clemens Tönnies ein toller Chef ist!

Jetzt ist aber mal gut. Wenn das wirklich so stimmt dass dieser Mann so mit seinen Mitarbeitern umgeht dann ist gibts da auch keine jursitischen Rechtfertigungen mehr. Punkt. Dann ist das einfach ein unreifer Mann der wo sich was schämen soll.

ich kann nur mit dem kopf schütteln und mich aufregen, wie immer und immer wieder total offensichtlich hier versucht wird, in den kommenatren zugunsten vom dem Herrn Robert Tönnies sein Verhalten zu entschuldigen oder zu rechtfertigen. mit total unglaubwürdigen Äußerungen... einmal schreibt jemand "ich kenne beide und Robert war ja soooo fair" und einmal schreibt jemand "ich kenne beide ja nicht aber, hey, alles gut, ist ja sein gutes Recht.......". Wie ich darauf komme, daß diese Kommentare vielleicht sogar von Robert Tönnies, seinen Beratern oder seinem Umfeld kommen könnten??? Sie beziehen hier nie Stellung zu seinem Jähzorn, Fehlverhalten, seiner unternehmischerischn Imkopetenz usw., wie sie in dem Artikel beschrieben wurden. HALLO??? GEHTZS NOCH? Der Mann hat mit Monitoren geworfen und nach GUTDÜNKEN MENSCHEN GEFEUERT. Wie kann man das auch nur ansatzweise rechtfertigen, wenn man nicht der Betroffene selber ist oder von ihm vielleicht sogar dafür bezahlt wird, sich über den ach so lieben unschuldigen Buben zu äußern?!?

Ich kenne weder Clemens oder Robert Tönnies. Bin auch kein Insider, sondern nur Zeitungsleser, es kommt hier auch nicht darauf an, ob sich Robert Tönnies menschlich richtig verhält. Klärungsbedürftig ist nur die Frage, ob Clemens Tönnies sich gewinnträchtig privat an Konkurrenzfirmen beteiltigt hat, anstatt die solche Firmenanteile über die Holding Tönnies zu kaufen und somit, der "Holding" wirtschaftlich geschadet hat. Auf alle Fälle macht ein ehrbarer Kaufmann keine Eigengeschäfte zu Lasten seiner "Hauptfirma", insbesondere dann nicht wenn er dort einen Partner hat. Zweifellos steht es Robert T. frei, seinen Schenkungsakt gerichtlich unter dem Stichwort "Undank" überprüfen zu lassen, ihm dieses zum Vorwurf zu machen, widerspricht voll und ganz unserem Rechtssystem. P.S. Bei den Bentelers hat doch - bekanntlich - letztendlich der BGH korrekterweise Recht gesprochen!. Warum soll dieses bei Tönnies verboten sein?

Zunächst mal vielen Dank allen Polen, Rumänen, Bulgaren, die für uns Lebensmittel erschwinglich machen. Ich hoffe, auch eure Rechnungen gehen dabei meistens auf und eure Familien leiden unter längerer Abwesenheit nicht zu sehr.

Merkwürdigerweise hat niemand ein Problem mit Erntehelfern, die uns gesunde Köstlichkeiten wie Erdbeeren, Himbeeren, Spargel preiswert machen. Im Vergleich zu Schlachthofmitarbeitern sind deren Arbeitsbedingungen wirklich zum Schreien. Interessiert aber keinen, solange über den Bauern nicht ständig berichtet wird, Solche wie Tönnies bekommen den ganzen Neidfrust alleine ab. Mißgunst, Zynismus, Schadenfreude das ernten Leistungsträger in Deutschland. Dabei reicht es, dass sie Lebensfreude und wirtschaftliche Überlegenheit ausstrahlen. Das ist für jeden Miesepeter zu viel.

Dabei wäre es gerade in der Lebensmittelproduktion so einfach, Mißstände zu boykottieren. Spargel und Erdbeeren kann man natürlich selbst anbauen. Auch ein Schwein kann man selbst aufziehen und schlachten. Umgerechnet auf eine Arbeitsstunde dürfte der Ertrag allerdings wohl keine 50 Cent erreichen. Man müßte wohl auch erst sein Übergewicht abbauen, damit man in der eigenen Minilandwirtschaft nicht ständig Rücken erntet.



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