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12.11.2012
Köln
Delius schlägt sich achtbar bei Raab-Talk "Absolute Mehrheit"
Aus Bielefeld stammende Unternehmerin Gast bei Pro7-Show
VON KATY HACKEL

Talk | SCREEENSHOT

Köln/Bielefeld. "Politik auf Pro 7 ist genau so selten wie gute Unterhaltung in der ARD", mit diesen Worten eröffnet Stefan Raab seine im Vorfeld stark kritisierte Polit-Talkshow um 22.45 Uhr. Fünf Gäste, drei Themen und 100.000 Euro für die "Absolute Mehrheit"
stehen dabei im Mittelpunkt.

CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs, der SPD-Bundestagspolitiker Thomas Oppermann, der FDP-Chef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, der Linken-Politiker Jan van Aken und die aus Bielefeld stammende Unternehmerin Verena Delius - ihr Blog www.verena-delius.de war während der Sendung übrigens wegen Überlastung nicht mehr erreichbar – nehmen auf einer braunen Couch in der Mitte des Studios vor einem überdimensionalen Bundesadler Platz.

Info
Zur Person

Verena Delius (33) führt nicht nur als Chefin von Goodbeans ein aufstrebendes Unternehmen, das sich auf Apps und Online-Welten spezialisiert hat, die für Kinder entwickelt werden, sondern als Mutter von zwei Kindern schafft die Wahl-Berlinerin auch Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Parallel zu ihrem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen gründete Delius zusammen mit ihrer Schwester eine Sushi-Bar in Bielefeld. Danach folgte die Unternehmensgründung von Delius Capital. 2006 wurde sie von der Unternehmensberatung McKinsey als "CEO of the Future" ausgezeichnet.

Link: Aufzeichnung der Sendung bei prosieben.de

Es geht um Steuern für Reiche, Energiewende und Internet/Social Media – die Diskussion kommt trotz provokanter Einwürfe von Raab relativ schwer in Gang. Delius hält sich zurück, antwortet nur, wenn sie von Raab direkt angesprochen wird. Für Sätze wie: "Ich würde gerne eine Reichensteuer zahlen, wenn die Politiker besser mit meinem Geld umgehen, es zweckgebunden in Bildung investieren" erntet Delius Beifall des Publikums. Auch die Sympathien der Fernsehzuschauer scheinen bei der Bielefelderin zu sein: Nach dem ersten Thema liegt Delius im Voting auf Platz drei vor van Aken (Platz zwei) und Kubicki auf Platz eins.

Die Zuschauer können während der Sendung anrufen und für den Kandidaten mit den stärksten Argumenten voten. Ihnen winkt dafür der Gewinn eines Autos im Wert von mehr als 40.000 Euro, dem Kandidaten winkt mit vielen Stimmen am Ende der Sendung vielleicht die absolute Mehrheit und damit 100.000 Euro zum Mitnehmen.

"Mir fehlt Wahrheit", bemängelt Delius das Vorgehen der Politik in Bezug auf die Energiewende. Damit kann die immer mehr mit Kubicki symphatisierende Unternehmerin – sie halten zwischenzeitlich sogar Händchen – nicht mehr überzeugen. Beim nächsten Zwischenstand des Votings landet Delius nur noch auf Platz 4. Damit hat sie sich für den Gewinn der 100.000 Euro disqualifiziert.

Das hält sie jedoch nicht davon ab, weiter mit zu diskutieren, bei Thema drei Internet/Social Media sogar aktiver, ist das doch ihr Steckenpferd. Sie spricht sich gegen Verbote und für die Wahrung der Anonymität im Internet aus.

Am Ende der Sendung lobt Peter Limbourg, Nachrichten- und Politikchef von Sat 1/Pro 7 und Co-Moderator von "Absolute Mehrheit" Stefan Raab: "Sie können auch Politik." Dann verkündete er die Endergebnisse. Wolfgang Kubicki wurde von den Fernsehzuschauern auf Platz eins gewählt, hinter ihm lagen Jan van Aken (Platz zwei) und Thomas Oppermann (Platz drei). Eine absolute Mehrheit wurde nicht erreicht. Die 100.000 Euro fließen demnach in die nächste Sendung, die wahrscheinlich, so Raab, im Januar nächsten Jahres stattfinden wird.

"Aftershow-Party! Jetzt fällt der Druck ab und ich bin happy:-)", verkündete Verena Delius nach der Sendung via Twitter.

Fotostrecke
Köln: Verena Delius bei Raab-Talk "Absolute Mehrheit"
 
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (7 Fotos).



Kommentare
Nein Fipi, nichts verpasst. Im Gegenteil: Schlaf war mit Sicherheit die beste Alternative.

Mal abgesehen davon (geht das überhaupt?) das Raab durch die Sendung stolperte wie nichts Gutes, haben die fetten Werbeblöcke und dazu noch die ständige Anbiederung des zu gewinnenden Autos total gernervt. Wenn schon Smalltalkshow, dann durchgehend. So waren die Zusammenhänge völlig zerrissen. Und dann auch noch dieses gleich sechsmalige Losrennen zum Votingpult! Da wäre zwei- oder dreimal auch genug gewesen, vor allem weil die votingvortragende Schlaftablette Peter Limbourg, gelinde gesagt, den letzten irgendwo im Gehirn abrufbaren Gähner auslöste.

Fazit: Testsendung gesendet, Test nicht bestanden, ab zum Einstampfen!

Habe ich etwas entscheidendes verpasst? Liest sich ja schlimm hier, was da bei Raab abgegangen ist. Konnte es nicht gucken, da ich kurz nach 4 hoch musste.

e i n f a c h m a l d i e g l o t z e n i c h t e i n s c h a l t e n

Rassistische Sprüche von Raab? - Wohl zuviel Spiegel-Online gelesen?

Raab sagte: " Wenn Rösler das heute Abend sieht - fallen ihm die Stäbchen aus der Hand"

Was ist daran rassistisch? - da fällt ja sogar Helmut Kohl vor lachen der Saumagen von der Gabel .... War das jetzt auch rassistisch?

Mich erstaunt in vielen Foren, so auch hier, die Borniertheit mit der über die Sendung diskutiert wird.

SR hat mit Sicherheit (die Quoten beweisen es) mehr Politikabstinenzler vor die Glotze getrieben, als es Beckmann, Jauch, Illner und Will je schaffen werden.

Wenn von denen noch 1000 nächstes Jahr das erste mal überhaupt wählen gehen, hat er mehr erreicht als diese ganzen öffentlichrechtlichen Politlaberköppe.

Die etablierten Parteien haben nicht umsonst die C-Promis geschickt - Sie hatten schlichtweg Angst vorgeführt zu werden.

...ich hab's nach 10 Minuten gucken nicht mehr ausgehalten - aber noch mitbekommen, wie Frau Delius als "Unternehmerin aus Berlin" vorgestellt wurde. - Ob sie nun Bielefelder Wurzeln hat oder nicht: Die Republik hat es nicht erfahren. Und warum auch? Warum wird eigentlich jedes Mal so ein Tam-Tam gemacht, wenn irgend ein C-Promi am Bielefelder Berg geblitzt wird, der Sohn eines Tennisstars von vorgestern in irgendeinem Club der Stadt CDs wechselt, der Opa von Lena Meyer-Dingsbums mal für eine Weile in Bielefeld gelebt hat, ein One-Hit-Wonder von vor 40 Jahren eine Zeit lang in Sieker wohnte oder eine Bielefelderin, die in Berlin lebt eine Dortmunder Tatortkommissarin spielt?! Mal im Ernst: Wenn man sich mit diesen um die Ecke konstruierten Verbindungen zur Stadt brüsten muss, dann sollte man es doch besser ganz lassen. Hat Bielefeld nichts interessanteres zu bieten als Leute, die mit Bielefeld eigentlich nichts zu tun haben?



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