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10.11.2012
Senne
"Der beste deutsche Lyriker"
Burkhard Engel präsentiert Heinrich Heine

Begeisterte | FOTO: ANNIKA SIKORRA

Senne (asik). Heinrich Heine – den Namen kennt wohl jeder. Gedichte des bekannten deutschen Dichters und Schriftstellers bereiten auch noch heute so manchem Schüler Kopfzerbrechen, der sie auswendig lernen muss. Von 1797 bis 1856 lebte Heine. Zunächst in Deutschland, später dann in Frankreich.

Im Gemeinschaftshaus Senne präsentierte Burkhard Engel jetzt sein Bühnenprogramm "Heinrich Heine – Lieder und Satiren". Gedichte, Prosatexte und Lieder trug der hessische Autor, Musiker und Schauspieler so authentisch vor, dass es Heine höchstpersönlich gewesen sein könnte, der dort oben auf der Bühne stand. "Heine fasziniert mich, wie kein anderer. Für mich ist er der beste deutsche Lyriker. Er hat eine gebrochene Biographie, das macht ihn so interessant", erklärt Engel.


Zudem spiegle Heine die Zeit, in der er lebte, wider: "Politische und soziale Phänomene des 19. Jahrhunderts lassen sich an ihm gut erkennen." Heine, der jüdischer Herkunft war, sei eine weitsichtige Person gewesen: "Er hat erkannt, wozu diese ganze Deutschtümelei einmal führen wird."

In seinem literarisch-musikalischen Programm erzählte Engel die Lebensgeschichte Heines. Angefangen mit der Geburt in Düsseldorf, bis hin zum Tod in Paris. Musik und Literatur, so Engel, seien dabei eine wunderbare Verbindung: "Mit der Musik kann ich so viel mehr ausdrücken, als mit Worten, vor allem Emotionen."

Burkhard Engel studierte Assyriologie, Semitistik, Theologie und Ur - und Frühgeschichte in Bern, Tübingen und Heidelberg. Seit 1996 ist er mit 12 Bühnenprogrammen auf diversen Bühnen anzutreffen.

Mit einer Gitarre begleitete Engel seinen Gesang. In chronologischer Abfolge rezitierte er schließlich knapp zwei Stunden Werke Heines, die dem Besucher ein eindrückliches Bild vermittelten: Schulzeit, Studium, aber auch die Probleme als Jude, die zweckmäßige Abkehr vom Judentum zum Protestantismus, die Pariser Jahre, seine Kritik an den politischen Zuständen und weitere Lebensstationen wurden aufgegriffen.

Über tosenden Applaus durfte sich am Ende der Vorstellung nicht nur Engel freuen, sondern auch der Kulturkreis Senne, der den Abend organisierte:
"Heute Abend haben wir etwa 100 Gäste im Gemeinschaftshaus begrüßen dürfen, das freut uns sehr", so Hans Friedrich Thoben, Vorsitzender des Vereins.



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