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26.11.2012
Senne
Neue Räume, kleineres Angebot
4you feiert Einweihung an der Sportanlage Senne / Betreuerstunden kürzen
VON SIBYLLE KEMNA

Symbolische Übergabe | FOTO: SIBYLLE KEMNA

Senne. Ein frohes Fest zur offiziellen Einweihung des neuen Jugendtreffs 4you am Senner Waldbad haben Mitarbeiter, Jugendliche und Offizielle gefeiert. Doch die Stimmung wurde getrübt durch die Ankündigung des Sportjugend-Vertreters Dirk Lemhoefer, dass im kommenden Jahr Betreuerstellen gekürzt werden müssen.

Der Diplom-Pädagoge, der in der Geschäftsstelle für Projekte und Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein zuständig ist, machte deutlich, dass sich der Umzug aus dem alten Pavillon in die Sportanlage Senne nicht, wie seitens der Stadt suggeriert, deutlich auf die Betriebskosten ausgewirkt habe. Deshalb hätten die Sportfreunde auf einer Klausurtagung vor acht Tagen beschlossen, Betreuungsstunden zu kürzen.

Obwohl hier deutlich weniger Platz zur Verfügung steht, muss die Sportjugend dieselbe Miete zahlen wie im Pavillon – was eine erhebliche Mieterhöhung pro Quadratmeter bedeute. "Wir haben den Umzug auch befürwortet, weil hier laut Aussage der Stadt die Betriebskosten deutlich geringer sein würden", erklärte Lemhoefer.

Doch die ersten Abrechnungen hätten gezeigt, dass die Einsparung nur marginal sei: Statt 505 Euro monatlich zahlt die Sportjugend hier 484 Euro für Miete und Nebenkosten. "Das Geld reicht nicht, wir sind seit Jahren in der Unterfinanzierung", so Lemhoefer. Für das 4you fehlten 13.000 Euro jährlich. Deshalb reduziere die Sportjugend die Leistungen im 4you für das kommende Jahr "deutlich". Das bedeute sowohl Stundenkürzungen für die Leiterin Gaga Exner als auch für die Honorarkräfte.

Zuvor hatten sich Exner und ihr Team beim Bezirksamt, der Bezirksvertretung, dem Immobilien-Service-Betrieb (ISB) und auch dem TuS Senne bedankt. Mit einer Diaschau machten sie klar, dass sie "nicht gerne ausgezogen" seien aus dem alten, "muffigen" Pavillon, der deutlich mehr Platz bot. Auch die Verantwortlichen der beteiligten Ämter und Verbände bedankten sich beim  "tollen Team", das viel Engagement auch beim Umzug gezeigt habe. "Hier ist ein toller Standort und ihr seid Super-Mitarbeiter", betonte Lemhoefer.

"Es hat zwei Jahre gedauert seit der ersten Planung, aber es hat sich gelohnt", stellte Bezirksbürgermeister Gerhard Haupt angesichts der schönen Räumlichkeiten fest. Man habe nicht warten können, bis der Pavillon zusammenfällt, der moderige Geruch und die alten Toiletten hätten zudem die Freude an der Nutzung beeinträchtigt. Er dankte dem TuS für seine Bereitschaft, die Räume der ehemaligen Hausmeisterwohnung, die die Sportler als Geräteraum nutzten, abzugeben. 

"Es ist eine schöne, warme Atmosphäre geworden, auch durch ihr Handanlegen", richtete Haupt seinen Dank an Exner und ihre vier Mitarbeiter.



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