Viele der Viertelbewohner schätzen den Bau der Johanniskirche in ihrer Mitte. Das stolze Gebäude und sein Kirchturm ragen bereits seit über 110 Jahren über den Dächern des Westens hervor.
Im Gespräch mit den Bewohnern des Stadtteils habe ich festgestellt, dass viele von ihnen die Kirche als besonders schön empfinden und auch gerne im Sommer auf den Treppenstufen davor Zeit verbringen. Aber das Innere des Gebäudes ist den Meisten nicht bekannt.
Daher habe ich mich mit Frau Dorothea Drüge getroffen. Frau Drüge veranstaltet Führungen durch die Kirche und ich habe mit ihr einen Rundgang unternommen.
Infos zu den jeweiligen, in der Kirche zu sehenden Details und Reliquien gibt es unter den Fotos der Bildstrecke. Diese dürften nicht nur für Gemeindeangehörige, sondern bestimmt auch für kunsthistorisch Interessierte spannend sein.
Ein paar historische Fakten zur Johanniskirche gibt es noch vorab:
Bereits im Jahr 1891 erhielt die Altstädter Gemeinde ein Geschenk über 10.000 Mark für den Erwerb eines Kirchengrundstücks an der damals noch fast unbebauten Siegfriedstraße. Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg in den Folgejahren sprunghaft an, so dass 1895 der Johannis-Gemeindebezirk, benannt nach dem Johannisberg, eingerichtet wurde. Nachdem die Mitgliederzahl bald bei 8.000 lag, wurde 1898 der Bau einer neuen Kirche beschlossen.
Der ortsansässige Baumeister Alex Trappen gewann den ausgeschriebenen Wettbewerb mit seinem neoromanischen Entwurf, so dass der Bau 1900 beginnen und die Johanniskriche am 6. November 1901 eingeweiht werden konnte.
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