UNI/FH: Nach der Krise füllt sich die Berufseinstiegsmesse wieder mit Unternehmen
Bielefeld. Es geht wieder bergauf. Im zehnten Jahr der Berufseinstiegsmesse "perspektive" sind wieder mehr regionale Unternehmen vertreten als 2009. Waren es im letzten Jahr noch 70, präsentierten sich am Donnerstag wieder 80 Firmen in der Unihalle, um den Kontakt zu den Studierenden herzustellen und sich zu präsentieren.
"Die Anzahl der Unternehmen bildet ab,was auf dem Ausbildungsmarkt los ist," erklärt Dörte Husmann, Mitarbeiterin beim Career Service der Uni und Mitglied im Team der Messekoordination. "An der Ausrichtung der vertretenen Firmen lässt sich außerdem ablesen, welche Berufe besonders gefragt sind." An den Ständen in der Unihalle spiegelt sich der bundesweite Trend: Vor allem im Bereich der Ingenieure und in technischen Berufen wird Nachwuchs gesucht.
Wirtschafts-Ingenieure ohne Zukunftssorgen
Mehr als nur Jobvermittlung
Die Berufseinstiegsmesse "perspektive" wird von der Uni Bielefeld zusammen mit dem Absolventen-Netzwerk und der Fachhochschule Bielefeld veranstaltet. Gemeinsames Ziel ist es, auf das innovative Potenzial OWLs hinzuweisen. Im Rahmen der Messe können nicht nur Stellen, Praktika und Trainee-Programme angeboten, sondern auch Kooperationen bei Abschlussarbeiten ermöglicht werden. (rr)
Florian Könker, 24, und Lennart Vogt, 23, sind beide Studenten für Wirtschafts-Ingenieurswesen an der Fachhochschule Bielefeld. Die Möglichkeit, hier direkt mit den Unternehmen in Kontakt treten zu können, wollen sie unbedingt nutzen. Über ihre Zukunft müssen sie sich nach den Eindrücken der Messe keine Sorgen machen. "Ob Schüco, Gildemeister oder Dr. Oetker, die suchen anscheinend alle Leute mit einem Studium wie unserem," sagt Könker.
Doch auch im IT-Bereich herrsche laut Husmann großer Fachkräftemangel. Studierende der Geisteswissenschaften würden manchmal bemängeln, dass für sie nicht viele Angebote auf der Messe vorhanden sind.
"Das liegt aber daran, dass die meist kleineren Unternehmen im Sozial-, Bildungs- oder Kulturbereich nicht über genügend Personal für solche Präsentationen verfügen," erzählt Husmann.
Neben der Messe böte der Career Service aber ganzjährig Seminare und Veranstaltungen an. Dafür können Unternehmen bei Bedarf jederzeit Kontakt aufnehmen.
Die Organisation der bundesweit größten Messe, die noch in hochschuleigener Hand ist, bietet sogar selbst Einblicke ins Berufsleben. Zahlreiche studentische Hilfskräfte sind zum Gelingen der Veranstaltung nötig und erhalten so einen Eindruck vom Eventmanagement.
Und sollte sich jemand nicht für eine feste Anstellung interessieren, für den zeichnet sich auf der Messe ebenfalls ein Trend ab: Mehrere Gründerschulen sind vertreten, die den Schritt in die Selbständigkeit erleichtern helfen.
www.uni-bielefeld.de/perspektive
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