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08.11.2012
OWL
Neue Gourmet-Sterne in OWL
50. Restaurantführer Michelin erscheint

Bekanntgabe neue Michelin-Sterne | FOTO: DPA

Berlin/Harsewinkel (dpa/nw). Die Spitzengastronomie in Deutschland setzt neue Glanzlichter: Pünktlich zu seinem 50-jährigen Bestehen in Deutschland zeichnete der Restaurantführer Michelin das zehnte Drei-Sterne-Restaurant aus. Neue Gourmesterne gehen auch in Harsewinkel und Rheda-Wiedenbrück auf.

Kevin Fehling aus dem "la Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde, steigt in den erlesenen Kreis auf. "Damit ist Deutschland nach Frankreich in dieser Kategorie die Nummer zwei in Europa", sagte Michelin-Chefredakteur Ralf Flinkenflügel. Sieben Restaurants erhielten einen zweiten Stern, 29 wurden erstmals ausgezeichnet.

Die Gesamtzahl der Sterne-Restaurants im deutschen Michelin stieg damit von 249 auf 255. Diese Rechnung geht nur auf, weil es auch Verlierer gibt. Brenners Parkhotel in Baden-Baden musste einen seiner zwei Sterne abgeben – die von Experten erwartete Folge nach dem Abgang des Kochs Andreas Krolik.

Im bayerischen Deggendorf verglühten die beiden Sterne des Restaurants "Schwingshackl", weil Koch Erich Schwingshackl an den Tegernsee umzog. Dort bekam er einen Stern. Sieben Ein-Sterne-Häuser schlossen das Geschäft, 15 weitere Restaurants wurden degradiert.

Getragen wird die kontinuierliche Leistungssteigerung von einer "tollen Riege junger Köche, zu der auch Fehling zählt", erklärte Flinkenflügel. "Sie haben eine top Ausbildung, sind motiviert und haben ein sehr gutes Gespür für Geschmack." Zudem brächten sie auch eine legere Note in die erlesenen Häuser und senkten damit die Hemmschwelle. Auch Fehling gehört dazu: "Ich versuche einfach, nach meinem Bauchgefühl zu kochen – und wenn dabei Sterne rauskommen, ist das sehr schön", sagte er nach der Auszeichnung.

Mit Fehling im "La Belle Epoque" verfügt Schleswig-Holstein als sechstes Bundesland über einen Spitzenkoch. Spitzenreiter bleibt Baden-Württemberg mit drei Häusern. Bayern wartet nach wie vor auf seinen Aufstieg – mit acht Restaurants im Zwei-Sterne-Segment hat das Land beste Ausgangspositionen. In Berlin können Schlemmer auf zwölf Stern-Adressen zurückgreifen, in Hamburg sind es zehn. Unter den neuen Bundesländern führt weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit sieben Ein-Stern-Restaurants.

Die ausgezeichneten Häuser in OWL:

Ein neuer Stern: "Rincklake’s" (Harsewinkel, Küchenchef: Patrick Speck und Henri Bach), "Reuter" (Rheda-Wiedenbrück, Küchenchef: Iris Bettinger), ein weiterer Stern (alt): "Balthasar" (Paderborn, Küchenchef: Elmar Simon)

Weitere Auszeichnungen:


Bielefeld:
" Büscher's Restaurant" eine Gabel und wohlwollende Restaurantbschreibung. Zwei Bestecke (alt): "Tomatissimo", "1550 Restaurant", ein Besteck (rot): "Weinbar 3 A", ein Besteck (schwarz): "Klötzer’s"

Gütersloh:
drei Bestecke (alt): "Parkrestaurant", ein Besteck: "Bellini" und "Medium"

Steinhagen:
zwei Bestecke (alt): "Ententurm"

Steinheim (Kreis Höxter):
zwei Bestecke (alt): "Germanenhof"

Bad Driburg:
zwei Bestecke (alt): "Casper’s" , ein Besteck (alt) "Pferdestall"

Versmold-Bockhorst:
zwei Bestecke (rot, alt): "Alte Schenke"

Hövelhof:
zwei Bestecke (alt): "Gasthof Brink"

Hövelhof-Riege:
zwei Bestecke (alt): "Gasthaus Spieker"

Herford:
zwei Bestecke (alt): "Am Osterfeuer", ein Besteck (alt): "Die alte Schule".

Kommentare
Gourmet betreibt hier natürlich Lobbyarbeit. Dabei sollte ihm nicht entgangen sein, dass die zum Besuch erforderlichen Scheinchen erst einmal vorhanden sein müssen ..... und das möglichst oft. Es liegt nicht am Wollen lieber Gourmet, sondern schlicht an fehlender Kohle! Dabei gibt es noch eine große Anzahl gut geführter Restaurants, in den man gut behandelt und dazu noch satt wird.

Mir ist es unbegreiflich, wie man diesen Hochgenuss derart schlecht schreiben kann. Das kann anscheinend nur Menschen gelingen, die sich noch nie in ihrem Leben an einem solchen Ort aufgehalten haben.

Dort, wo der Mensch wirklich noch würdig empfangen wird und wo sich diese Sinnlichkeit, Bedachtheit und das gesamte Ambiente wie eine zweite Haut wohlig um einen legt.

Wo man wirklich noch von der Vorspeise, über die Hauptgänge bis hin zum Dessert, begleitet durch die jeweils passend kredenzten Weine, diese hohe Kunst wahren Kochhandwerks erleben kann und dabei stets diesen gar unbeschreiblichen ‘Pfiff mehr’ heraus schmeckt.

Wer es nicht glauben mag möge sich selbst davon überzeugen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Geschmacksnerven von Zunge und Gaumen nicht schon durch zu viel FastFood nahezu zerstört sind. Dann, und erst dann, kann man dieses besondere lukullische Erlebnis genießen. Und auch erst dann ist man in der Lage sagen zu können: Wenn einem wahrlich soviel Gutes wird beschert, dann ist das auch gern ein paar Scheinchen mehr wert.

Sagen Sie mal Herr Valentino geht es Ihnen soweit noch ganz gut? Sie haben MICH in den letzten 20 Jahren mit Sicherheit in keiner Pommesschmiede sehen können, da ich dieses Fettzeugs wegen der Einnahme eines Betablockers nicht mehr futtern darf. Also: Silicium! - Auch weil ich jetzt erstmal ne Schallplatte untern Tonarm quetschen werde...

"Rattan rattan radadadatan Rattan rattan radadadatan,
Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen,
sie fährt allein und sie scheint hübsch zu sein..."

PS: Schöne Grüße an Uschi!

@Hupe: Entschuldigung, der der ewig in der Pommesbude bei uns umme Ecke rumhängt heißt nicht Hupe sondern Tröte, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist schon vorhanden.

@Henry Valentino
Bist du sicher dass du mich triffst und nicht etwa statt einer Hupe eine Flachpfeife?
So lange es keine Bio-Wurst vom freilaufenden Schwäbisch-Hällischen Schwein mit frischen Süßkartoffelpommes und hochwertiger, frisch gekochter Sauce ist, wirst du mich sicherlich nicht in einer Pommesbude treffen.



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