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09.07.2012
GÜTERSLOH
Briten robben sich ans Abzugsdatum heran
Daten für bestimmte Regimenter genannt

Üben auf Gütersloher Terrain | FOTO: KARL–HENDRIK TITTEL

Gütersloh (ost). Der Abzug der britischen Soldaten aus Gütersloh nimmt konkretere Formen an. Das britische Verteidigungsministerium hat in der vergangenen Woche die "Army 2020"-Reform vorgestellt. Darin sind einige Daten genannt.

Demnach scheint der Standort Marienfelder Straße stärker und früher betroffen zu sein als bislang angenommen. Der Standort Verler Straße wird in dem Konzept dagegen gar nicht erwähnt. Bürgermeisterin Maria Unger sagte, sie sehe die britischen Pläne gelassen, die Stadt sei vorbereitet. Im Januar hatten bereits die ersten 100 Soldaten Gütersloh verlassen, Mitglieder des 43. Squadron, das zum 12. Logistik-Regiment gehört.

Folgendes ist vorgesehen:

Das 1. Regiment Army Air Corps (Heeresflieger) wird mit dem 9. Regiment unter einem Kommando zusammengelegt und nach Yeovilton, Großbritannien, verlegt, "jedoch nicht vor Oktober 2015."
Das 1. Logistic Support Regiment wird aus der Heeresstruktur herausgelöst, "jedoch nicht vor April 2015". Soldaten dieser Einheit waren erst Ende März aus Afghanistan zurückgekehrt.

Das 2. Logistic Support Regiment wird ebenfalls aus der Struktur herausgelöst, jedoch nicht vor Oktober 2014.

In einem Schreiben betont der Befehlshaber der Britischen Streitkräfte Deutschland, dass Ziel für den Abzug der Truppen das Jahr 2020 bleibe. Die Geschwindigkeit, mit der das passiere, hänge davon ab, wann geeignete Liegenschaften in Großbritannien verfügbar seien. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nicht sagen, wann die einzelnen Einheiten Deutschland verlassen werden und wir die Liegenschaften an die Bundesrepublik Deutschland zurückgeben können."

Der Befehlshaber sagte, er verstehe sehr wohl, dass die Zeit der Ungewissheit für die Personen, die für die Briten tätig seien, und für die Gemeinden, in denen man stationiert sei, sehr beunruhigend seien. "Die Briten werden weiterhin die Folgen für die örtlich Beschäftigten durch Beantragung von Maßnahmen des Tarifvertrags Soziale Sicherung beim Bundesministerium der Finanzen und die Befolgung anderer Tarifvereinbarungen mildern. Die Bereitstellung von Umschulungsmöglichkeiten (...) wird gegebenfalls fortgesetzt."
Bürgermeisterin Unger sagte, die Stadt werde das bisherige Verfahren mit großer Intensität fortsetzen und die nächsten Schritte in Angriff nehmen. Sie erwarte allerdings, dass die Aussagen aus dem Verteidigungsministerium konkretisiert würden. So sei es für die weiteren Planungen der Stadt entscheidend zu wissen, wann die beiden Kasernen endgültig für weitere Nutzungen zur Verfügung ständen. Unger verwies auf den Konversionsbericht, den Michael Zirbel als städtischer Konversionsbeauftragter im März der Politik vorstellte, sowie auf das Gewerbeflächenkonzept, das im nächsten Jahr mit der Bezirksregierung abgestimmt werden soll. "



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