Rheda-Wiedenbrück. Helferinnen der Caritas wurden mit Elisabethkreuzen geehrt. Diese Auszeichnung stand im Mittelpunkt der Elisabeth-Feier der Caritas-Konferenzen St. Aegidius Wiedenbrück, Stadt und Ost im Saal des Aegidius-Hauses. Dem Treffen ging ein Wortgottesdienst mit Pfarrdechant Meinolf Mika in der Pfarrkirche voran. Gäste waren die Vertreterin der Dekanats-Leitung, Brigitte Hartmann, und die Beauftragte des Kreisvorstands, Esther Hartmann.
Das Elisabeth-Kreuz
Das Elisabeth-Kreuz ist die höchste Auszeichnung für Engagierte der Caritas-Konferenzen. Es wird nach mindestens 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit verliehen.
Das Elisabeth-Kreuz geht auf die Heilige Elisabeth von Thüringen zurück. Sie bekam nach dem Tod ihres Mannes von Papst Gregor IX ein Brustkreuz als Trostgabe.
Das Original ist in Silber gearbeitet und vergoldet. Es wird im bayerischen Kloster Andechs aufbewahrt.
Mika würdigte den nachhaltigen ehrenamtlichen Einsatz der Helferinnen. Ihre Arbeit in der Gemeinde gelte den Schwachen, den Alten, den Familien, Kranken und Leidenden. Stete Besuche in den Bezirken gehörten zu ihrem Betreuungsprogramm. Die Caritas halte die Augen offen, sorge für Linderung, wo Hilfe notwendig sei, werde tätig oder zeige Wege auf, um Unterstützung zu vermitteln. Denn "das Wegschauen lindert keine Not", so Mika. Bei der Erfüllung des christlichen Auftrags, Gutes zu tun, entstehe für den Helfenden Freude an der selbstgewählten Aufgabe in der Gemeinde. "Selbst zur Finanzierung der Aktivitäten tragen die Helferinnen durch ihre Jahressammlungen bei. Das ist ein nicht immer leichter Einsatz."
Henrika Küppers, Vorsitzende, freute sich über die zahlreiche Beteiligung an der Elisabethfeier. Sie dankte den Helferinnen, die den Saal dekoriert hatten, und lobte die Frauen für die Beschickung der Kaffeetafel mit ihrer Backkunst. "Es ist schön, dass wir, die wir in Bezirken einzeln wirken, wieder mal aus feierlichem Anlass gemütlich beisammen sind und ins Gespräch kommen."
Vor der Überreichung der Elisabeth-Kreuze wandte sich Hartmann an die Geehrten. "Seit vielen Jahren setzen Sie sich für Menschen schwierigen Lebenslagen ein, schenken ihnen Aufmerksamkeit, bringen ihnen Begleitung, Entlastung und Kraft. Sie sind da, wenn der nächste Schritt schwer fällt, wenn es mehr Fragen als Antworten gibt, wenn der Blick auf die Zukunft versperrt ist", sagte sie.
Immer wieder ermutigten die Helferinnen, neue Wege einzuschlagen. Gleichzeitig stärkten sie die Gemeinschaft der Ehrenamtlichen im Netzwerk der Caritas-Konferenzen. "Mit Anderen verwirklichen Sie den diakonischen Auftrag unserer Kirche in der Begegnung mit den Menschen", sagte Hartmann. Das Elisabeth-Kreuz soll die Geehrten auf ihrem weiteren Weg begleiten. Es ist das Symbol für Hinwendung zum Menschen.
Das Elisabeth-Kreuz bekam Gisela Michels, die seit 20 Jahren in der Hausaufgabenhilfe Kinder unterrichtete und ihnen den Weg zur erfolgreichen Schulbildung ebnete. Außerdem übernahm sie die Leitung der Konferenz St. Aegidius Stadtmitte. Kreuzträgerin ist auch Waltraud Großmann aus der Konferenz Ost. Sie erhielt die Auszeichnung für lange Mitarbeit und 20 Jahre Einsatz in der Kleiderklammer. Antonia Kortenbusch bekam die Auszeichnung wegen ihrer langjähriger Treue und Hilfeleistung in der Caritas. Weil sie nicht teilnehmen konnte, erhält sie das Kreuz später.