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27.11.2012
Schloß Holte-Stukenbrock
"Queen ist mein Leben"
Tribute-Band Mayqueen rockt die Eventhalle Niebel in Schloß Holte-Stukenbrock
VON JULIAN HESSE

"We will rock you" | FOTOS: JULIAN HESSE

Schloß Holte-Stukenbrock. "Der Abend ist lange geplant gewesen, aber uns ist erst viel später aufgefallen, dass es der 21. Todestag von Freddy Mercury ist. Daraus ergibt sich natürlich ein wunderbarer Rahmen für das Konzert", sagt Veranstalter Thorsten Niebel. Er und etwa 200 weitere Zuschauer freuen sich auf die Queen Tribute-Band Mayqueen.

Backstage: Drummer Marco Molitor spielt vor drei weiteren Bandmitgliedern mit seinen Sticks ein paar Takte auf seinen Oberschenkeln. Dann betritt Ralf Sädler, der von allen nur "Gründer" genannt wird, den Raum. Er trägt eine Lederjacke, Jeans und Turnschuhe, die eher der Mode der 90er-Jahre entsprechen. Eigentlich wirkt alles ganz entspannt. "Natürlich sind wir aufgeregt. Lampenfieber hat was mit Respekt vor dem Publikum zu tun", sagt Molitor.


Drei Minuten später bekommt das Publikum den Song "One Vision" zu hören. Und schon jetzt merken die Zuschauer, dass der aus Newcastle stammende Sänger Michael Antony die Songs aus vollem Herzen singt. Neben ihm rocken Markus Steinseiter und "Gründer" Sädler an ihren Gitarren. Immer mit einem coolen Gesichtausdruck.

Im Hintergrund verausgabt sich Molitor am Schlagzeug und Lothar Boenke am Keyboard. Boenke ersetzt an diesem Abend den erkrankten Florian Kremer. Die Bandmitglieder wohnen mittlerweile alle in der Rhein-Region. "Kölle ist die Zentrale", sagt Sädler. Die Besucher klatschen mit den Armen in der Luft und singen die weltbekannten Hits mit. Bei "I want it all" und "I want to break free" tanzen einige Zuhörer ausgelassen vor der Bühne. "Queen ist mein Leben", sagt Sädler und Molitor ergänzt: "Das muss man einfach lieben."

Mayqueen spielte das erste Konzert im Frühling 1991. Es folgten Auftritte in Schweden, Österreich, Italien und vielen weiteren europäischen Ländern. In Polen trat die Band gar im Fernsehen auf. Und auch als Vorprogramm von Joe Cocker wurde schon gerockt. Das größte Publikum fand sich bisher in Husum. 30.000 Leute. "Ob wir vor 30.000 Leuten spielen oder vor 300, das macht keinen Unterschied", sagt Molitor. Die Liebe zur Musik ist das Entscheidende.

Nach mehr als zwei Stunden rundet die Band den Abend mit der wohl bekanntesten Queen-Hymne "We are the champions" ab. Christine Mayer zeigt sich ganz begeistert: "Ich bin extra aus dem Sauerland hier hingekommen und habe die Band das erste Mal gesehen. Geil!"

Diese Meinung hat sie wohl nicht exklusiv. Gitarrist Brian May vom Queen-Original hinterließ der Band 1994 nach einem Konzert, das er besucht hatte, folgende Botschaft: "Es war großartig. Macht weiter so." Diesen Rat scheint die Band bis heute zu befolgen.



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