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23.11.2012
Werther-Theenhausen
Eine einmalige Augenweide
Reinhard Krüger baute die Frauenkirche als Pyramide nach / Ausstellung am Wochenende

Einmalig | FOTO: A. HANNEFORTH

Werther-Theenhausen (aha). "Nein", lacht Reinhard Krüger, in Dresden sei er noch nie gewesen. Obwohl er das fürs nächste Jahr fest ins Auge gefasst habe. Was den Theenhausener nicht davon abgehalten hat, sich mit der wunderbaren Architektur der Elbmetropole zu befassen. Im Sommer ist ihm jetzt ein Kunstwerk gelungen, das seinesgleichen sucht: In unglaublicher Feinarbeit hat er eine Weihnachtspyramide in Form der Frauenkirche erstellt, eine wohl einmalige Augenweide.

Am kommenden Wochenende, 24. und 25. November, lädt Krüger alle Interessierten in seine Weihnachtswerkstatt an der Brennenheide 91 in Theenhausen ein, um diese und viele weitere Holzarbeiten zu bestaunen. Wer den Kellerraum neben seiner Werkstatt in Theenhausen betritt, glaubt, sich im Erzgebirge zu befinden. Pyramiden, Lichterbögen, Kerzenständer, in filigraner Handarbeit ausgesägt und herrlich anzusehen, reihen sich auf den Tischen und Regalen aneinander. Viele mit Winter- und Weihnachtsmotiven, aber durchaus nicht alle, auch Märchen oder historische Bauten finden in Reinhard Krügers Kunstwerken Eingang.


Mit immer neuen Ideen weiß er zu verzaubern, "man geht ja nicht mit verschlossenen Augen durch die Welt", schmunzelt er. Ihm jedenfalls seien die Ideen noch nicht ausgegangen. Die Frauenkirche ist allerdings etwas Besonderes. Reinhard Krüger hat einmal grob zusammengerechnet, wie viele Stunden er mit ihrem Bau befasst war, einfach, weil es ihn selbst interessierte, "55 ohne Lackieren". erzählt er.

Ausgesägt aus Birkenholzplatten gibt es auch nach minutenlangem Betrachten immer noch Neues zu entdecken: die vielen kleinen Fensterchen, das in sich drehende Gebälk, alle Dresdener Sehenswürdigkeiten inklusive der Elb-Florenz an der Außenseite und das Turmkreuz an der Spitze der sich drehenden Flügel. "Angetrieben" wird die Pyramide von sechs Teelichtern, vier, wie ursprünglich angedacht, waren bei der Größe und Höhe des Bauwerks zu wenig. Man merkt Reinhard Krüger die Begeisterung an, mit der er seine Kunstwerke erstellt. "Weil es einfach Spaß macht", erzählt er. Außerdem sei er Perfektionist, "was ich mal angefangen habe, bringe ich zu Ende".

Langweilig werde ihm dabei nie, auch die Geduld verlasse ihn nicht, egal, wie aufwendig die Arbeit sei, selbst dann, wenn er sich kurz vor Fertigstellung einer Platte versägt hat und alles umsonst war. "Dann höre ich auf, mache etwas anderes, und versuche es am nächsten Tag erneut." Inzwischen, lacht Krüger, sei sein Hobby fast so etwas wie eine Sucht geworden. "Aber eine schöne Sucht", findet er.

Wer die Arbeiten erleben möchte: Die Adventsausstellung von Reinhard Krüger ist am Samstag, 24. November, von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag, 25. November, von 10 bis 16 Uhr geöffnet.



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