Bünde. Kaffeeduft, Musik und strahlender Sonnenschein lockten zahlreiche Bünder am Sonntag in den Steinmeisterpark. Zur offiziellen Wiedereröffnung war so viel los, wie schon lange nicht mehr in Bündes "Grüner Lunge".
Bürgermeister Wolfgang Koch übergab den Park symbolisch an die Bewohner der Stadt und wünschte sich, dass er zu einer Begegnungsstätte für alle Generationen werde. "Noch am Anfang steht die Neugestaltung", so Koch, "eine Fontäne im Teich ist noch geplant, ein Gastronomiebetrieb und ein neuer Zugang von der Innenstadtseite."
Bisher sind also die umfangreichen, groben Bauarbeiten erledigt, der Feinschliff steht noch an. Den Eindruck hatten auch viele Besucher. Mit Verwunderung war mehrfach zu hören, dass gar nicht klar ersichtlich sei, was denn alles neu gestaltet wurde.
Die Schotterung unter der Rasenfläche vor der Bühne ist zum Beispiel nicht zu sehen. "Bei Veranstaltungen ist das aber nützlich", erzählte Ralf Grund, vom Stadtmarketing, "vor allem wenn es dabei regnet." Viele kleinere Neuerungen fehlen noch im umgestalteten Steinmeisterpark: zusätzliche Bänke, Mülleimer mit Aschenbechern und an einigen Stellen der Rasen. Der ist eingesät und braucht noch ein wenig Zeit, heißt es.
Sofort ins Auge fiel dagegen der neue Steg quer über den Teich. Der ist fertig, begehbar und eine echte Bereicherung für Spaziergänger. Schon vor Jahren hatte an gleicher Stelle ein ähnlicher Steg gestanden.
Wolf-Rüdiger Niepel konnte sich noch daran erinnern: "Ich muss ungefähr 15 Jahre gewesen sein, als ich über den Steg gerannt bin", so Niepel, es ist schön, dass der jetzt wieder da ist." In der Ausstellung mit historischen Fotos vom Steinmeisterpark im DLRG-Heim suchte Wolf-Rüdiger Niepel nach alten Abbildungen des Originalstegs. Und er wurde fündig. "Ich hatte den höher in Erinnerung, als wenn man vom Ufer eine Rampe heraufgehen musste." Das Foto ließ aber nicht darauf schließen. Über die gesamte Neugestaltung freute sich Niepel, denn er war einer der treuen Besucher des Parks, der auch während des "Dornröschenschlafs" regelmäßig herkam. Mit den Kindern auf den Spielplatz oder zum Spaziergang.
Kleine Besucher eröffneten das Programm auf der neu installierten Bühne direkt am Teich. Die mutigen Sängerinnen und Sänger aus dem Kindergarten Frühlingsweg starteten mit "Hallo, wir sind froh" und tanzten mit Regenschirmen zu "Singin\' in the rain".
Danach sang der Bünder Shanty Chor von Schiffen, Meer und Sehnsucht und im Anschluss standen die Trommler von der Bünder Musikschule auf der Bühne. Jörg Militzer erzählte Historisches, Harald Meves brachte die Besucher zum Lachen. Die Kinder hatten großen Spass mit den Geräten des Spielmobils vom Jugendzentrum Atlantis.
Das abwechslungsreiche Programm, das die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten, spiegelte das wider, wofür der Park in Zukunft stehen soll. "Ein Treffpunkt für alle Generationen soll hier entstehen", so Koch, "und der Park noch mehr belebt werden."
Vor mehr als drei Monaten wurde mit den Umbauarbeiten begonnen. Mit 310.000 Euro waren die Kosten kalkuliert. 60 Prozent davon wurden vom Land Nordrhein Westfalen getragen.
Was noch kommtIm Steinmeisterteich wird noch eine Fontäne entstehen.
Der Zugang vom Nordring Ecke Bismarckstraße wird neu gestaltet und den Park auch optisch zur Innenstadt öffnen.
Ein großes Schachfeld wird errichtet.
Hinter dem DLRG-Heim wird ein Kiosk mit Imbiss entstehen, der sowohl Parkbesuchern als auch Freibadgästen zur Verfügung steht.