Spenge (nw). Die Ursache für das nach einem Wohnhausbrand am Schusterfeld verunreinigte Trinkwasser in unmittelbarer Nachbarschaft (die NW berichtete) ist gefunden. Wie die Stadtverwaltung Spenge jetzt mitteilt, fehlte in einem sogenannten Sammelstück eine Rückschlagklappe. In einem Sammelstück - umgangssprachlich auch Hosenstück genannt, weil es in seiner Form an eine kurze Hose erinnert - werden die Löschmittelströme zweier Zuleitungen zusammengeführt.
Die Feuerwehr hatte dieses Stück routinemäßig eingesetzt. Angeschlossen war es einerseits an einen Hydranten, andererseits an den Schaummittelvorratsbehälter. Der Anteil des Schaummittels im Löschwasser, so heißt es in der Mitteilung, betrage generell lediglich 0,1 bis 0,3 Prozent.
Unerkannt geblieben war bei dem Brand am 6. Februar, dass in dem Sammelstück eine automatisch abriegelnde Klappe fehlte, die die Löschwasserströme lenkt. Dadurch war das Wasserschaumgemisch über eine Schlauchleitung in die Trinkwasserleitung gedrückt worden. Das Löschfahrzeug, an dem sich das defekte Sammelstück befand, sei aber nur kurzzeitig im Einsatz gewesen.
Obwohl es bei der Brandbekämpfung mit Löschwasserschaummittelgemischen bislang in Spenge noch keine Probleme gegeben habe, sollen nun die Standrohre der Feuerwehr sicherheitshalber mit entsprechenden Rückschlagventilen ausgestattet werden. Diese würden bei Gegendruck abriegeln und so den Eintrag von Löschwassergemischen in die Wasserleitung verhindern.










