Kreis Herford. Mit einer soliden Jahresbilanz und einem überdurchschnittlichen Ergebnis hat sich Bankdirektor Werner Ladage, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford, von den Vertretern der größten Kreditgenossenschaft im Minden-Ravensberger Land verabschiedet. Zum letzten Mal in seiner 30-jährigen Karriere als Bankleiter berichtete Ladage auf der Vertreterversammlung im Herforder Schützenhof über das vergangene Geschäftsjahr.
Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Hans Laus (früher Volksbank Enger-Spenge), auch er ausgestattet mit 35-jähriger Erfahrung als Bankleiter, wird Ladage Ende Juni aus dem aktiven Dienst ausscheiden. An der Spitze der Volksbank steht dann ein Dreiervorstand, bestehend aus Andreas Kämmerling, Michael Knoll und Oliver Ohm.
Zum Abschied von Werner Ladage und Hans Laus gab es viel Lob, Beifall und Anerkennung für die geleistete Arbeit und das berufliche Lebenswerk. "In den 80er Jahren gab es eine Vision von einer starken Volksbank für den ganzen Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen. Werner Ladage hat sie erreicht. Großen Respekt vor dieser Leistung", meinte Zentralbankchef Werner Böhnke, der aus Düsseldorf zur Verabschiedung der beiden Bankleiter angereist war.
Der Chef der Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank nannte Ladage den "Urtyp eines genossenschaftlichen Bankleiters - bodenständig, grundsolide und jederzeit auf Kundenzufriedenheit bedacht." Bei Hans Laus sprach Böhnke von einem "Volksbanker par excellence", der sein großes Detailwissen stets mit Weitsicht verknüpft habe.
Vor den rund 350 Vertretern aus allen Teilen des Geschäftsberichts hatte Werner Ladage zuvor die Erfolgszahlen des vergangenen Jahres präsentiert. Die wichtigsten Kennziffern: 19,4 Millionen Euro Überschuss, 6,65 Millionen Euro Steuerleistungen, eine Bilanzsumme von 1,18 Milliarden Euro und 164 Millionen Euro Eigenkapital.
Ladage: "So ein erfolgreiches Unternehmen verlässt man nicht gern. Doch ich gehe mit Zufriedenheit und Dankbarkeit, weil ich an der Erfolgsgeschichte unserer Volksbank mitwirken durfte."
Stichwort "Erfolg": Auch die mehr als 51.000 Mitglieder - sprich: Eigentümer - der Bank profitieren von der guten Verfassung ihrer Bank. Durch einen einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Kemper) erhalten sie auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile eine Dividende in Höhe von 5,75 Prozent. Ebenso ohne Gegenstimmen votierte das Bankparlament für den Jahresbericht und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach dem Erreichen der Altersgrenze Abschied nehmen aus dem Kontrollgremium hieß es für Karola Bültermann (Herford) und Hartmut Gießelmann (Bad Oeynhausen). Bültermann hatte sich 21 Jahre, Gießelmann 28 Jahre ehrenamtlich in der genossenschaftlichen Mitverwaltung engagiert. An ihrer Stelle wählte die Versammlung die 43-jährige Kirstin Generotzky aus Hiddenhausen, Geschäftsführerin im elterlichen Heizungs- und Sanitärfachbetrieb, und den 51-jährigen Bauunternehmer Frank Kögel aus Bad Oeynhausen neu in den Aufsichtsrat. Für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurden - jeweils einstimmig - die beiden Aufsichtsratsmitglieder Klaus Kemper und Horst-Wilhelm Huneke (beide Bad Oeynhausen).