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07.06.2012
LÖHNE
Förderantrag für Anbindung der B61 gestellt
Bauarbeiten für bessere Erschließung des Industriegebiets Scheidkamp könnten 2013 beginnen
VON DIRK WINDMÖLLER

Löhne. Der Versuch, die B61 an das Industriegebiet Scheidkamp anzubinden, geht in die nächste Runde. Ende Mai hat die Stadt den entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht.

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Es wird höchste Zeit

DIRK WINDMÖLLER

Dass seit Jahrzehnten eine Bundesstraße neben einem Industriegebiet verläuft ohne damit verbunden zu sein, ist ein unhaltbarer Zustand. Nachdem die Stadt nach langen Verhandlungen alle für die Anbindung notwendigen Grundstückkäufe erledigen konnte, darf es im Regionalrat nur eine Entscheidung geben: Ein eindeutiges Ja für die Förderung der Anbindung. Vielleicht sollte man Mitglieder des Regionalrats vor ihrer Entscheidung zu einer Exkursion einladen. Das könnte helfen. 

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dirk.windmoeller@ ihr-kommentar.de

Seit vielen Jahren ist das Thema ein Ärgernis: Direkt an die B61 grenzt das Industriegebiet. Eine Verbindung gibt es allerdings nicht. Stattdessen müssen sich Lkw und Pkw durch enge Straßen in Richtung Alter Postweg quälen.

Eine Anbindung hätte große Bedeutung für die dort bereits existierenden Industriebetriebe. Dazu kommt, dass Flächen im Industriegebiet der Firma Hermes angeboten worden sind. Ohne die Anbindung kommen diese Flächen für das Logistik-Unternehmen nicht in Frage. Die Gefahr würde sicherlich größer, dass Hermes Löhne verlässt.

Jetzt kommt Bewegung in die fast unendliche Geschichte. Ulrich Niemeyer , städtischer Wirtschaftsförderer, hofft, dass im kommenden Jahr die Bauarbeiten beginnen. Entscheidend ist die Beteiligung des Bundes an den Kosten und die Förderung aus Landesmitteln. Es geht um viel Geld bei dem Projekt. Die Baukosten werden auf 8,5 Millionen Euro geschätzt. Wenn alles läuft, wie von der Stadt gewünscht, dann werden sich Bund, Land und Kommune die Kosten teilen.

Der Bund muss sich beteiligen, weil er als Eigentümer der B61 der Baulastträger ist. "Die B61 ist an dieser Stelle vierspurig. Die ist deutlich größer als der Große Kamp", sagt Niemeyer. Diese Straße wird für den Löhner Anteil als Berechnungsgrundlage herangezogen. Beim Bund liegt auch die Entscheidung, ob ein Anschluss an die B61 überhaupt möglich ist. Einen entsprechenden Anschlussantrag hat die Stadt gestellt. "Da haben wir vorgefühlt und die Signale waren positiv, dass der Anschluss genehmigt wird", sagt Niemeyer.

Wieviel Geld der Bund zahlt, ist noch offen. An der Summe, die dann übrig bleibt, beteiligt sich das Land mit einem Förderanteil in Höhe von 65 Prozent. "Grundsätzlich ist die Maßnahme förderfähig", sagt Uwe Rafflenbeul, Förderdezernent in der Verkehrsabteilung der Bezirksregierung.

Das bedeutet jedoch noch nicht, dass es im kommenden Jahr schon Geld gibt und damit der Startschuss fällt. "Entscheidend ist, wieviele Maßnahmen für den Regierungsbezirk Detmold angemeldet werden und wieviel Geld da ist", sagt Rafflenbeul. Die endgültige Entscheidung trifft der Regionalrat in seiner Sitzung im März. Die Entscheidung wäre ein starkes Signal für Löhne. "Auch wenn die Summe noch nicht klar ist, würde Löhne wohl einen erheblichen Anteil der Mittel bekommen, die für die Region zur Verfügung stehen", sagt Niemeyer.

Sollte alles so laufen, wie Niemeyer es sich wünscht, könnte im Juni 2013 mit dem Bau begonnen werden. Die Planungen sind erledigt. Sie dienten als Grundlage für die Anträge. Der Wirtschaftsförderer geht von einem Jahr Bauzzeit aus. Wenn Hermes das Angebot der Stadt annimmt, wird der neue Anschluss fertig sein, bevor die ersten Lkw aus dem Scheidkamp rollen.

Kommentare
@KaBiAn
Ja... ist gut! Was Sie wieder alles wissen! Nur blöde Sprüche! Was ich von Ihnen halte habe ich glaub ich mehr als deutlich gemacht! Und damit ist die Diskussion beendet! (...)

@ Christian W.
Ohne Hermes würden diese "Verhandlungen" wahrscheinlich noch Jahrzehnte dauern. Der Bürger sollte schon wissen, wann er Placebos verabreicht bekommt. :)

@KaBiAn
Genau... weil man Hermes das Gelände in diesem Jahr angeboten hat, und das natürlich schon vor Jahren "geahnt" hat, dass das passiert, wird schon seit Jahren mit Land und Bund über diese Anschlußstelle verhandelt... :D
(...)

@ Christian W.
Wenn es wirklich um die Einwohner gehen würde, wäre schon längst eine Lösung gefunden . Hier geht es einzig und alleine um einen Betrieb, der androhte Löhne zu verlassen, wenn er keine genügend große Fläche zur Verfügung gestellt gekommt.
Ohne diese Forderung würde sich nichts im Industriegebiet bewegen.
Löhne reagiert immer nur auf solche ultimative Forderungen.
Die Investorenwiese ist ein typisches Beispiel für Löhner Verhältnisse. Ich wollte nur darauf hinweisen, das die Stadt Löhne hoffentlich besser vorbereitet ist als damals. Ich denke, die Stadt spekuliert auf hohe Einnahmen, nicht auf bessere Wohnqualität.

Sie werden mir sicherlich begründen können, warum die Stadt eine 8,5 Mio. Investition für seine Mitbürger tätigen will?

@KaBiAn
Schreiben Sie doch nur über Dinge, von denen Sie was verstehen! In diesem Fall ist es offentsichtlich nicht der Fall! Es geht primär um die Anwohner hier in Gohfeld, die Seit Jahren die LKWs vor der Tür haben, und nicht um das angebliche Arrangement der Firmen!
Und was eine Abfahrt der B68 die dann auf jeden Fall genutzt wird, mit der Jahre lang leer stehenden Investorenwiese in Löhne-Bahnhof zu tun hat, bleibt wohl Ihr persönliches Geheimnis...



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