Löhne. Der Versuch, die B61 an das Industriegebiet Scheidkamp anzubinden, geht in die nächste Runde. Ende Mai hat die Stadt den entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung eingereicht.

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Es wird höchste Zeit
DIRK WINDMÖLLER
Dass seit Jahrzehnten eine Bundesstraße neben einem Industriegebiet verläuft ohne damit verbunden zu sein, ist ein unhaltbarer Zustand. Nachdem die Stadt nach langen Verhandlungen alle für die Anbindung notwendigen Grundstückkäufe erledigen konnte, darf es im Regionalrat nur eine Entscheidung geben: Ein eindeutiges Ja für die Förderung der Anbindung. Vielleicht sollte man Mitglieder des Regionalrats vor ihrer Entscheidung zu einer Exkursion einladen. Das könnte helfen.Und Ihre Meinung? Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar mit Hilfe der nachstehenden Kommentarfunktion oder senden Sie eine Email an
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Eine Anbindung hätte große Bedeutung für die dort bereits existierenden Industriebetriebe. Dazu kommt, dass Flächen im Industriegebiet der Firma Hermes angeboten worden sind. Ohne die Anbindung kommen diese Flächen für das Logistik-Unternehmen nicht in Frage. Die Gefahr würde sicherlich größer, dass Hermes Löhne verlässt.
Jetzt kommt Bewegung in die fast unendliche Geschichte. Ulrich Niemeyer , städtischer Wirtschaftsförderer, hofft, dass im kommenden Jahr die Bauarbeiten beginnen. Entscheidend ist die Beteiligung des Bundes an den Kosten und die Förderung aus Landesmitteln. Es geht um viel Geld bei dem Projekt. Die Baukosten werden auf 8,5 Millionen Euro geschätzt. Wenn alles läuft, wie von der Stadt gewünscht, dann werden sich Bund, Land und Kommune die Kosten teilen.
Der Bund muss sich beteiligen, weil er als Eigentümer der B61 der Baulastträger ist. "Die B61 ist an dieser Stelle vierspurig. Die ist deutlich größer als der Große Kamp", sagt Niemeyer. Diese Straße wird für den Löhner Anteil als Berechnungsgrundlage herangezogen. Beim Bund liegt auch die Entscheidung, ob ein Anschluss an die B61 überhaupt möglich ist. Einen entsprechenden Anschlussantrag hat die Stadt gestellt. "Da haben wir vorgefühlt und die Signale waren positiv, dass der Anschluss genehmigt wird", sagt Niemeyer.
Wieviel Geld der Bund zahlt, ist noch offen. An der Summe, die dann übrig bleibt, beteiligt sich das Land mit einem Förderanteil in Höhe von 65 Prozent. "Grundsätzlich ist die Maßnahme förderfähig", sagt Uwe Rafflenbeul, Förderdezernent in der Verkehrsabteilung der Bezirksregierung.
Das bedeutet jedoch noch nicht, dass es im kommenden Jahr schon Geld gibt und damit der Startschuss fällt. "Entscheidend ist, wieviele Maßnahmen für den Regierungsbezirk Detmold angemeldet werden und wieviel Geld da ist", sagt Rafflenbeul. Die endgültige Entscheidung trifft der Regionalrat in seiner Sitzung im März. Die Entscheidung wäre ein starkes Signal für Löhne. "Auch wenn die Summe noch nicht klar ist, würde Löhne wohl einen erheblichen Anteil der Mittel bekommen, die für die Region zur Verfügung stehen", sagt Niemeyer.
Sollte alles so laufen, wie Niemeyer es sich wünscht, könnte im Juni 2013 mit dem Bau begonnen werden. Die Planungen sind erledigt. Sie dienten als Grundlage für die Anträge. Der Wirtschaftsförderer geht von einem Jahr Bauzzeit aus. Wenn Hermes das Angebot der Stadt annimmt, wird der neue Anschluss fertig sein, bevor die ersten Lkw aus dem Scheidkamp rollen.














Ja... ist gut! Was Sie wieder alles wissen! Nur blöde Sprüche! Was ich von Ihnen halte habe ich glaub ich mehr als deutlich gemacht! Und damit ist die Diskussion beendet! (...)