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26.11.2012
Spenge
Stadt investiert in die Sicherheit
Löschzug Spenge-Mitte erhält Wärmebildkamera
VON BRITTA BOHNENKAMP-SCHMIDT

Moderne Technik | FOTO: BOHNENKAMP-SCHMIDT

Spenge. "Bei Brandeinsätzen mit vermissten Personen entscheiden die ersten fünf Minuten des Einsatzgeschehens über die erfolgreiche Menschenrettung. Dann zählt jede Sekunde", sagt Stadtbrandinspektor Thomas Reschke.

"Der Gebrauch einer Wärmebildkamera kann in solchen Fällen eine Zeitersparnis von bis zu 75 Prozent bringen", erklärt der Spenger Wehrführer, wie wichtig der Einsatz moderner Technik für die Blauröcke mittlerweile geworden ist.


Umso erfreuter nahm er jetzt gemeinsam mit Brandoberinspektor Klaus Greulich, Löschzugführer in Spenge-Mitte, eine solche Wärmebildkamera, die speziell für den Feuerwehreinsatz konzipiert ist, aus den Händen von Bürgermeister Bernd Dumcke entgegen.

Dieser dankte für das ehrenamtliche Engagement der Einheit und betonte: "Wir als Kommune möchten unsere freiwillige Feuerwehr möglichst optimal ausrüsten und auf diesem Wege in die Sicherheit aller Bürger investieren."

Bei der Auswahl der Kamera wurde insbesondere Wert gelegt auf eine einfache Handhabung, so dass möglichst viele Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr das Hilfsinstrument bedienen können.

Neben dem Einsatzschwerpunkt Menschenrettung soll die Kamera auch beim Aufsuchen von Brandnestern, bei Nachlöscharbeiten, bei Gefahrguteinsätzen und bei Lagefeststellungen unterstützen.

"Vor einigen Jahren mussten wir eine vermisste, verwirrte Person im Katzenholz suchen", erinnert sich Thomas Reschke. "Nachdem unsere Suchtrupps damals erfolglos blieben, haben wir eine Wärmebildkamera angefordert, mit der die Person dann noch rechtzeitig aufgespürt werden konnte."

Jetzt haben die Spenger Blauröcke - wie bereits auch die Kollegen in Lenzinghausen - ihr eigenes Exemplar. Die Feuerwehrkameraden Phillip Köster und Daniel Beckmann haben auf dem Löschgruppenfahrzeug 24 extra eine Ladestation eingebaut, in der die Kamera fixiert und stetig einsatzbereit gehalten werden kann.

"Die Beschaffung der Wärmebildkamera ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung des Atemschutzkonzeptes der Feuerwehr Spenge aus 2010", stellte Wehrführer Reschke fest. Erklärtes Ziel sei es, in den nächsten Jahren jede Feuerwehr-Einheit in jedem Ortsteil mit einer solchen Kamera auszustatten, "um in allen Einsatzbereichen innerhalb Spenges die gleiche Hilfe bieten zu können".



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