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25.11.2012
Bad Driburg
Eingangsbereich fast fertig
Werbering und Stadt Bad Driburg besichtigen Baustelle Lange Straße
VON MAIK PIEPER

Informierten sich über die Baufortschritte | FOTO: MAIK PIEPER

Bad Driburg. Die Baustelle in der Langen Straße in Bad Driburg hat ein weiteres Etappenziel erreicht. In der kommenden Woche soll der Eingangsbereich am Konrad-Adenauer- Ring fertig gestellt werden. Dies gab Baudezernent Markus Baier gestern auf einem Besichtigungstermin durch den Werbering und die Stadt Bad Driburg bekannt.

Zusammen mit Tiefbauamtsleiter Klaus Zimmermann und Nicole Schirmer, Mitarbeiterin bei der Wirtschaftsförderung der Stadt, informierte er über die Fortschritte an der Baustelle. Mit Wohlwollen nahmen die Werberingsmitglieder die guten Fortschritte beim Umbau der Fußgängerzone zur Kenntnis.


Markus Baier gab einige Ergebnisse aus der diesjährigen Passantenzählung bekannt, bei der Fußgängerfrequenzen in verschieden Innenstadtbereichen ermittelt wurden. Die Fußgängerzone erreichte trotz der Baustelle mit 825 Fußgängern pro Stunde die höchste jemals gemessene Fußgängerfrequenz. Dieser Bereich bleibe damit weiterhin der "Referenzpunkt" in der Innenstadt. Dadurch sei auch die hohe Wiedervermittlungsquote bei Ladenlokalen erklärbar.

Selbst in der stärksten Baustellentätigkeit Frühjahr bis Herbst 2012 hätten sich dort vier neue Geschäfte angesiedelt. Das umfangreiche Baustellenmarketing mit seinen erfolgreichen Aktionstagen habe hierbei laut Baier sicher einen großen Beitrag geleistet. 2011 ermittelte negative Effekte durch die Baustelle seien durch die fast vollständige Fertigstellung der Fläche "überkompensiert" worden. Baier folgerte aus den Zahlen, dass damit die "Wirksamkeit des Umbaus" zum Ausdruck komme.

Außerdem wurden die Rahmenbedingungen des Einzelhandels in Bad Driburg thematisiert. Zur Qualitätssicherung hat die Stadt eine neue Sondernutzungssatzung beschlossen, die ab Mitte nächsten Jahres wirksam wird. Damit soll erreicht werden, dass die private Möblierung des öffentlichen Raumes mit Werbung, Auslagen und Freisitzen qualitativ an die hochwertige Straßengestaltung angepasst wird. Unverhältnismäßig große Warenauslagen und störende Kundenstopper sollten dann beispielsweise der Vergangenheit angehören. Nach Aussage von Markus Baier erhofft sich die Stadt eine konsequente Umsetzung der Richtlinie durch die Einzelhändler. Darüber hinaus regte der Baudezernent eine Abstimmung der Öffnungszeiten unter den Einzelhändlern an, um eine größere Kundenbindung zu erzielen.Die nächste Baustellenbesichtigung der Langen Straße durch den Werbering ist für das kommende Frühjahr vorgesehen
  
        

Im Frühjahr Neugestaltung der oberen Straße



Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll im kommenden Frühjahr mit der Neugestaltung der oberen Langen Straße begonnen werden. "Auch in diesem Bereich wird der gleiche Naturstein verlegt, allerdings sollen keine neuen Bäume gepflanzt werden", erläuterte Diplom-Ingenieur Peter Carl vom Hannoveraner Planungsbüro Lohaus & Carl am Donnerstag in einer Anliegerversammlung die Entwurfsplanung für den Abschnitt von der Einmündung Dringenberger Straße bis zur Pyrmonter Straße.

Der vorhandene Baumbestand solle erhalten bleiben und mit einer runden Sandsteineinfassung versehen werden, so dass sich ein ähnliches Bild wie im ersten Bauabschnitt ergebe. Auch werde weiterhin die jetzige Anzahl an Pkw-Stellplätzen zur Verfügung stehen. Die Hochbeete sollen zurückgebaut werden. "Diese stellen aus unserer Sicht Barrieren dar", so Peter Carl.

Ein mit einer Inschrift graviertes Stahlband könnte in Zukunft den Übergang von der unteren Langen Straße in die Oberstadt markieren, als "symbolisches Tor zur Altstadt". Zudem schlagen die Planer vor, das Glasmacherdenkmal vor die Filiale der Sparkasse Höxter zu versetzen. "Dort würden wir die Skulptur nicht mehr auf einen Sockel, sondern direkt auf den neuen Gehwegbelag aufbringen", erklärte der Diplom-Ingenieur. Dieses Vorhaben solle aber noch mit den ehemaligen Glasmachern in der Badestadt, die seinerzeit die Errichtung des Denkmals initiiert haben, abgestimmt werden.

Die Bereiche für Außengastronomie sollen zukünftig nicht mehr mit einer massiven Mauer von der Fahrbahn getrennt werden, sondern vielmehr durch eine flexible, demontierbare Lösung. An der Pfarrkirche St. Peter und Paul soll eine zweite Sandsteintreppe einen Rundgang um das Gotteshaus ermöglichen. Um das Thema Wasser erneut aufzugreifen schlagen die Planer eine Wasserstele am Eingang zur oberen Langen Straße an der Ecke Pyrmonter Straße vor.

Nach Durchführung der Kanalbauarbeiten könnte die Umgestaltung des zweiten Bauabschnitts im kommenden Frühjahr beginnen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 947.000 Euro. (sr)




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