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28.11.2012
Beverungen
Wenn das Herz plötzlich in Gefahr ist
Experten-Seminar in der Stadthalle Beverungen informiert über Schutz und Hilfe bei Infarkten / Aufklärung im Kreis Höxter ist weit gediehen
VON ROSWITHA HOFFMANN-WITTENBURG

Information und Aufklärung | FOTO: HOFFMANN-WITTENBURG

Beverungen. Bei Herzschmerz aus Liebeskummer ist es vor allem die Seele, die erkrankt ist und leidet. Diese Schmerzen heilt im Glücksfall eine neue Liebe und ansonsten die Zeit. Geht es dem Herzen jedoch wirklich, beispielsweise durch einen Infarkt, an den Kragen, wird Zeit plötzlich zum gefährlichsten Gegner. Jetzt zählt jede Minute. Jeder dritte Mensch mit einem Herzinfarkt stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht.

Über diese Dramatik des Wettlaufs mit der Zeit sowie die Alarmzeichen, die auf einen Herzinfarkt hinweisen, sprach Dr. Martin Buerschaper auf dem 6. Beverunger Herz-Seminar von der Deutschen Herzstiftung in der Stadthalle Beverungen. "Herz in Gefahr" lautete das Thema der Veranstaltung, die von Herzpatienten und deren Angehörigen gut besucht, aber sicher auch von viel zu vielen versäumt wurde.


Es hat sich herum gesprochen, dass der Herzinfarkt zwar plötzlich und unerwartet, aber keineswegs wie der Blitz aus heiterem Himmel zuschlägt. Es gibt Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel, die dazu beitragen, Herz und Leben in Gefahr zu bringen. Wer hier nicht durch eigene Einsicht die Kurve kriegt, neigt dazu, lieber zu verdrängen.

Info
Wurzel des Übels

  • Im Zentrum der Veranstaltung, die von Dr. Martin Buerschaper und Dr. Eckard Sorges, Chefarzt der Kardiologie im St.-Ansgar-Krankenhaus, moderiert wurde, standen die Diagnose und Therapie der Koronaren Herzerkrankung, kurz "KHK", genannt.
  • Sie ist die Wurzel des Übels, die unbehandelt früher oder später einen Herzinfarkt auslösen kann. Die Symptome sind allerdings diffus, der Risikofaktor enorm, wie Dr. Oliver Weinmann, Oberarzt der Medizinischen Klinik I am St.-Ansgar-Krankenhaus, ausführte. (rho)


Die allgemeine Aufklärung ist weit gediehen. Dieses ist im Kreis Höxter besonders auf das Engagement der Deutschen Herzstiftung zurückzuführen - in Beverungen vertreten durch Wolfgang Fürch, Ehrenamtlicher Beauftragter aus Willebadessen, die heimische AOK mit Regionaldirektor Frank Simolka, der Ärzteschaft des St. Ansgar Krankenhauses und der internistisch-kardiologischen Facharztpraxis von Dr. Martin Buerschaper und Dr. Berthold Lücke, die sich im Facharztzentrum Höxter niedergelassen haben.

Über die Möglichkeiten der Diagnostik informierte Dr. Detlef Ringbeck, Chefarzt der Inneren Abteilung im St. Rochus-Krankenhaus Steinheim. Die Vielfalt der modernen Therapien beleuchteten Dr. Eckhard Sorges und Professor Dr. Friedrich Schöndube, Direktor der Herz- und Thoraxchirurgie des Herzzentrums der Universitätsklinik Göttingen.



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