Brakel (cd). "Wir müssen für den Annen-Euro neue Anreize schaffen", sagt Winfried Gawandtka, seit 32 Jahren Marktmeister des Annentages. "In diesem Jahr haben wir 81.000 neue Annen-Euros herstellen lassen, aber davon nur 12.150 verkauft und 10.802 wurden wieder eingelöst." Eine schlechte Bilanz. Der Bezirksausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch diskutiert, wie der Verkauf des Annen-Euros wieder angekurbelt werden könnte.
"All die Jahre zuvor war der Annen-Euro immer ausverkauft", erinnert sich Gawandtka, "bis er im Jahr 2011 abgeschafft wurde, da die Mehrheitsfraktion der Meinung war, der Annen-Euro hätte sich selbst überlebt." Nach einer Internet-Umfrage im selben Jahr wurde aber deutlich, dass die Annentagsbesucher ihr Annentagsgeld vermissten. "Also haben wir ihn auf vielfachen Wunsch hin wieder eingeführt", sagt Gawandtka.
Da die Resonanz auf die Neuauflage verhalten war, sucht man in Brakel nun nach einer neuen Lösung für das Geld. Vorgeschlagen wurde seitens des Bezirksausschusses, einen Rabatt von zehn Prozent auf die Annen-Euros zu geben, die in 10er-, 20er- und 50er-Paketen verkauft werden. Dieser Vorschlag wurde vom Bezirksausschuss einstimmig angenommen. Am kommenden Donnerstag wird sich der Betriebsausschuss mit diesem Vorschlag beschäftigen.
Weiterhin wurden in der Bezirksausschusssitzung die Beseitigung zweier die Anwohner störender Bäume in der Ringstraße und im Königsfeld beschlossen.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vergabe von Vereinsfördermitteln. Auf sieben Vereine und Institutionen werden 5.559,65 Euro Fördergeld verteilt. Die evangelische Kirchengemeinde, die Sportschützen, die Messdiener, die Spielvereinigung, das Rote Kreuz, die KJG und das DJK werden mit verschiedenen Beträgen unterstützt.
Als neue Mitglieder im Bezirksausschuss wurden Franz Rox und Johannes Vorwerk vereidigt.