Brakel (nw). Der Schwerpunkt einer bundesweiten Kampagne zum Welt-Aids-Tag liegt in diesem Jahr im Bereich "HIV in der Arbeitswelt". Der Gesundheitsdienst des Kreises Höxter bietet zu diesem Thema am Donnerstag, 29. November, von 9 bis 12 Uhr im Kreisberufskolleg Brakel gemeinsam mit Schulsozialarbeiter Boris Gemmeke eine Informationsveranstaltung für die Schülerinnen und Schüler an.
"Wir wollen über die Infektion, Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten informieren. Denn wer gut informiert ist, kann Gefahren realistisch einschätzen", erklärt Christine Kröger vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter. "Auch wenn Deutschland unter den westeuropäischen Ländern, die HIV-Zahlen erheben, eine der niedrigsten Quoten von HIV-Neudiagnosen aufzuweisen hat, gibt es keinen Grund zur Entwarnung", weist sie darauf hin, dass zurzeit rund 73.000 Menschen in Deutschland mit HIV und Aids leben.
In der Kampagne "Positiv zusammen leben!" wenden sich HIV-positive Menschen an die Öffentlichkeit. Mit mutigen Statements wie "Ich habe HIV. Und den Respekt meiner Kollegen. Hätte ich auch Deinen?" werben sie auf Plakaten sowie in einem Kino- und TV-Spot für Toleranz und Solidarität. Ziel dieser europaweit einzigartigen nationalen Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in unserer Gesellschaft abzubauen. Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) und der Deutschen Aids-Stiftung umgesetzt.
Hierzu erklärte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: "Eine HIV-Infektion führt nicht automatisch zur Arbeitsunfähigkeit. Menschen mit HIV können und müssen für ihren Lebensunterhalt sorgen." In Deutschland arbeiten nach aktuellen Schätzungen zwei Drittel aller HIV-Positiven. Daher sei es wichtig, ein offenes Klima für HIV-Positive zu schaffen und Benachteiligungen im Arbeitsleben abzubauen. "Es gilt auch, HIV-Positive darin zu bestärken, offen mit ihrer HIV-Infektion umzugehen", so der Bundesgesundheitsminister.
Der Welt-Aids-Tag wird seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen. Die Gesundheitsminister aus vielen Ländern hatten sich damals auf einem Weltgipfel für mehr Toleranz eingesetzt. Sie forderten mehr Informationen und Aufklärung zu HIV-Infektionen und Aids.
Er ist ein Tag der Solidarität mit Menschen mit HIV und Aids und denen, die ihnen nahe stehen, aber auch ein Tag, an dem deutlich gemacht wird, dass für diese Menschen jeder Tag des Jahres ein Aids-Tag ist.
Weitere Informationen: www.kreis-hoexter.de






