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28.11.2012
Höxter
Grubebach soll offen durch Corbiestraße plätschern
Sanierung mit einem Investitionsvolumen von mehr als einer halben Million Euro geplant

Soll ein vorzeigbares Erscheinungsbild erhalten | FOTO: BURKHARD BATTRAN

Höxter (bat). Die Stadt Höxter nimmt einen neuen Anlauf, um jetzt doch schlussendlich die Corbiestraße zu sanieren. Diskutiert wird das Vorhaben schon seit vielen Jahren, aber jetzt ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

"Die Standsicherheit der Abdeckung über den Grubebach ist nicht mehr gewährleistet, sodass wir hier baldmöglichst tätig werden müssen", erläuterte die städtische Tiefbau-Sachgebietsleiterin Andrea von Heesen am Montagabend im Kernstadt-Ortsausschuss. In den 1930er Jahren war der Grubebach, der von der Obermühle am Beginn der Grubestraße bis zur Untermühle am Ende der Corbiestraße verläuft in ein unterirdisches künstliches Bett gezwungen worden. Er fließt unter dem Gehweg der rechten Straßenseite. Mit der Öffnung des Bachlaufs soll der Gehweg dann zur Fahrbahnseite verlegt werden. "Wir stellen uns vor, dass die Grube auf der Länge von Klingemann bis zur Teufelsgasse oberirdisch verläuft. Die Parkplätze müssten dann entsprechend wegfallen", sagte von Heesen. Es würden voraussichtlich 25 Parkplätze wegfallen, davon zwei Behindertenparkplätze.

In der Grubestraße verläuft der Bach bereits wieder oberirdisch sichtbar. Ähnlich soll auch in der Corbiestraße verfahren werden. Die Planungen sehen vor, dass im Zuge der Grubesanierung auch der Straßenraum erneuert wird. "Die Straße ist komplett abgängig und somit auch ein neuer Unterbau erforderlich", sagte von Heesen. Vorgesehen ist eine asphaltierte Fahrbahn, die breit genug für den Begegnungsverkehr der Stadtbusse ist. Die Gehwege sollen in Tegula-Betonsteinpflaster erneuert werden und die Abwasserrinnen sollen altstadtgerecht in Natursteinpflaster gestaltet werden. Wegen der maroden Grubeabdeckung soll die Maßnahme frühzeitig im neuen Jahr angegangen werden. Die Gesamtkosten werden auf annähernd 550.000 Euro geschätzt. Für die Straßenerneuerung stehen bereits 300.000 Euro im Entwurf des Haushaltsplans 2013. Für die Grubesanierung wird von knapp einer viertel Million Euro ausgegangen. Für die Grubesanierung könnte die Stadt Städtebaufördermittel in Höhe von fast 170.000 Euro erhalten. Für den Anteil der Straßensanierung würden die Grundstückseigentümer zu 40 Prozent mit herangezogen. Mit der Straßenerneuerung würde auch die bisher noch vorhandene Straßen-Hängebeleuchtung durch ordentliche Standleuchten ersetzt.

"Ich kann die vorgestellte Planung nur begrüßen. Wir haben in der Grubestraße gesehen, welche Aufwertung ein offener Wasserlauf für das Stadtbild bedeutet", sagte UWG-Ratsmitglied Ralph-Gunnar Zell. Auch Grünen-Ratsherr Ludger Roters nannte die Planung "sehr charmant", allerdings müssten die Kosten für die Grubesanierung neu in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die CDU-Vertreter Dr. Lutz van Herck und Hermann Nutt kritisierten den Wegfall der Parkplätze in der Corbiestraße.


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