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19.09.2009
Türkischer Laden in Flammen
Mit Hammer Schaufenster zertrümmert und Feuer gelegt
VON BURKHARD BATTRAN

Ein Bild der Verwüstung | FOTO: THOMAS KUBE

Höxter. In der Nacht zu Freitag ist ein Brandanschlag auf den Nahkauf-Lebensmittelmarkt in der Grubestraße verübt worden.

Mit einem großen Vorschlaghammer zertrümmerten unbekannte Täter die Schaufensterscheibe, berichtet die Polizei. Anschließend, so die Polizei weiter, wurde ein Brandbeschleuniger in den Innenraum des Lebensmittelmarktes geworfen und angezündet. Ein Zeitungsausträger bemerkte gegen drei Uhr morgens die starke Rauchentwicklung und verständigte sofort die Feuerwehr, die den Brand schnell löschen konnte.

Den Hammer haben die Täter liegen gelassen. Er wurde von der Polizei sicher gestellt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer hat verdächtige Personen im Bereich der Grubestraße gesehen? Insbesondere der Transport des Vorschlaghammers zum Tatort dürfte auffällig gewesen sein, vermutet die Kripo. Hinweise nimmt die Polizei in Höxter unter der Tel. (05271) 962-0 entgegen.

Die Vorgehensweise lässt auf eine geplante Tat schließen. Warum wurde auf den von zwei deutsch-türkischen Mitbürgern geführten Laden ein Brandanschlag verübt? Die Betreiber Yakup Atos und Erol Avvuran waren gestern Morgen geschockt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand etwas gegen uns haben sollte, wir haben keine Feinde", sagte Jakup Atos (31). Seit 2005 betreiben die Deutschtürken den knapp 600 Quadratmeter großen Supermarkt an der Ecke zur Nicolaistraße. Es ist nicht die erste Brandstiftung.

"Vor zweieinhalb Jahren sind uns schon einmal Container angezündet worden", erinnert sich Atos. Der Sachschaden beträgt nach ersten polizeilichen Schätzungen 200.000 Euro. "Ich glaube es sieht schlimmer aus, als es ist. Wir versuchen nächste Woche wieder zu öffnen, der Laden ist unsere Existenz", sagte Atos. Durch die starke Rauchentwicklung wurden auch die darüber liegenden Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen, berichtet die Polizei. Personen wurden jedoch nicht verletzt.


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