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21.11.2012
Marienmünster
Musik stärkt das "Rotary-Gen"
Benefizkonzert kommt dem Ferientheater für Jugendliche und der Corveyer Orgel zugute
VON CHRISTINE LONGÈRE

Musizieren für einen guten Zweck | FOTO: CHRISTINE LONGÈRE

Marienmünster. Passender hätte das Rotary-Orchester Deutschland das Programm für sein Gastspiel im Konzertsaal der Kulturstiftung Marienmünster nicht auswählen können. Impressionen auf der Reise durch ein "raues Nebelland" verwandelte vor fast anderthalb Jahrhunderten der 26-jährige Peter Iljitsch Tschaikowski in kühne Klänge. Sie nachzuvollziehen, fiel an diesem grauen Novembersonntag nicht schwer. Anlass zur Schwermut boten die Genüsse für Augen und Ohren, die den zahlreichen Besuchern in den beiden restaurierten Scheunen auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des Klosters geboten wurden, jedoch keinesfalls.

Das 1996 gegründete Orchester besteht aus rund 80 Rotariern und deren Angehörigen. Unter der Leitung des jungen Dirigenten Rasmus Baumann, der in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen als Chef des "Musiktheaters im Revier" tätig ist, erarbeiten die musikliebenden Amateur-Instrumentalisten zweimal im Jahr ein Konzertprogramm, um es auf Einladung verschiedener rotarischer Clubs in Benefizkonzerten aufzuführen. Die Kosten für Reise und Aufenthalt vor Ort tragen die Musiker selbst. Somit kommt der Erlös der Konzerte uneingeschränkt soziokulturellen Projekten zugute.

Der Verkauf der Eintrittskarten in Marienmünster erbrachte die stattliche Summe von 5.000 Euro. Der Betrag ist bestimmt für Jugendprojekte der Kulturstiftung Marienmünster, beispielsweise das Ferientheater, sowie für die Rettung der Corveyer Barockorgel. Belohnt wurde das Engagement durch einen vollen Saal und begeisterte Resonanz. Die Zuhörer duften in Romantik schwelgen.

Bevor Tschaikowskis stimmungsvolles Klanggemälde, die 1. Sinfonie g-Moll, zum wuchtigen Finale hin drängte, verlieh das Quartett Markus Brenner, Paola Rodilla Martinez, Johannes Lamotke und Joachim Pfannschmidt einem Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester von Robert Schumann den Glanz virtuoser Bläserkultur. Dem Tenor ernsten Gedenkens an den Trauertagen im November zollte die "Tragische Ouvertüre" von Johannes Brahms mit ihren schwer lastenden Akkorden Tribut.

"Die Fähigkeit, sich einzusetzen und Gutes zu vollbringen" bezeichnete Organisator Hans Hermann Jansen als "das Rotary-Gen". Sie werde "vor allem durch Musik geweckt". Jansen nutzte die Gelegenheit, um den Besuchern vor Augen zu führen, was die Kulturstiftung Marienmünster bereits verwirklichen konnte. Auch die zweite von drei Scheunen ist inzwischen restauriert. Besichtigt werden konnte dort bis zum vergangenen Wochenende eine Ausstellung mit Bildern, die Künstler und Künstlerinnen innerhalb des "lilawe"-Literaturfestivals zum Thema "Malerisches und romantisches Westfalen" gestalteten.


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