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24.11.2012
Steinheim
Doppelte Einblicke
Französische Austauschschülerin erlebt das Schulleben von zwei Seiten
VON IRIS LIEBIG

Beste Erklärungen | FOTO: IRIS LIEBIG

Steinheim. Drei Monate lang drückt Alice Berthlot aus Frankreich gerade die Schulbank als Austauschschülerin am Gymnasium Steinheim. Gleichzeitig hatte sie die Möglichkeit nicht nur die Seite des Lernens, sondern auch die des Lehrens kennenzulernen. Sie absolvierte eine Woche lang ihr Schülerpraktikum als "Französischlehrerin".

Alice ist 14 Jahre alt und stammt aus Chaville in der Nähe von Paris. Seit zwei Monaten besucht sie das Gymnasium Steinheim und lebt als Austauschschülerin bei der Familie Lensdorf in Kollerbeck. Deren 14-jährige Tochter Loreen war bereits zwei Monate in Frankreich und hat die französische Mentalität und das Schulleben im Nachbarland kennengelernt. "An der französischen Schule ist jede Unterrichtsstunde länger als an unserer Schule und auch der Schultag ist länger, daher ist es dort viel anstrengender", lautet ihr Fazit. Durch ihren Aufenthalt in dem Austauschland könne sie heute die französischen Texte an ihrer Schule besser verstehen. Dennoch würde sie diesen Austausch so nicht noch einmal machen und dafür hat sie auch Gründe. "Ich würde es nicht noch einmal während der Schulzeit, sondern vielleicht erst nach dem Abitur machen, denn es ist sehr stressig den versäumten Lehrstoff nach dem Austausch nachzuholen", hat Loreen ihre Erfahrung gemacht.


Die beiden Schülerinnen nehmen an dem Brigitte-Sauzay-Programm teil. "Dieser Austausch geht normalerweise jeweils über drei Monate für jede Schülerin und ist die einzige Möglichkeiten in der Sekundarstufe I einen längeren Aufenthalt zu machen", weiß der betreuende Französischlehrer Helmut Vogt. Seit Anfang Oktober lebt Alice nun in Deutschland und es gefällt ihr hier sehr gut. Besonders toll findet sie es, dass sie hier nur zwei Mal in der Woche nachmittags Unterricht hat. Sie nimmt am Unterricht ihrer Austauschschülern Loreen teil. Es mache ihr Spaß aber sie verstehe nicht alles, sagt die Französin. "Insbesondere im Fach Geschichte ist es schwer etwas zu verstehen", erzählt sie.

Da sie an ihrer französischen Schule in der neunten Klasse, die sie dort besucht, ein Schülerpraktikum machen muss, hat sie dieses nun in Deutschland absolviert. Dabei lernte sie den Alltag eines Lehrers kennen. Sie begleitete den Französischlehrer Helmut Vogt, hospitierte in seinen Unterrichtsstunden und assistierte den Schülern bei Schwierigkeiten. "Für unsere Schüler war es auch toll einmal zu hören, wenn Alice etwas vorgelesen hat", sagt Vogt. Nach einer Woche als "Assistentin" hieß es dann aber wieder die Schulbank drücken.

Mit ihrer Austauschfamilie hat sie bereits einige Sehenswürdigkeiten bereist. So besuchten sie unter anderen die Städte Hameln und Hannover, damit die jungen Französin einen Eindruck von Deutschland bekommt. Und noch etwas ist ihr aufgefallen: Gegessen wird in Deutschland früher am Tag als in ihrem französischen Heimatland.



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