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21.09.2010
Warburg
Großen Sprung nach vorn gemacht
Vanessa Hepers und Ken Marius Mordau haben das Zeug zum Klassik-Traumpaar

"Die Chemie stimmt" | FOTO: BAT

Warburg (bat). Die beiden sind nicht nur nett anzuschauen, sei haben auch musikalisch einiges auf dem Kasten. Pianist Ken Marius Mordau (16, Minden) und Querflötistin Vanessa Hepers (16, Büren) haben das Zeug zum Klassiktraumpaar der Zukunft. Die beiden jungen Virtuosen haben am Sonntag das Abschlusskonzert der dreiteiligen Konzertreihe "Musik in der Hüffterkapelle" bestritten, die die Musikschule Warburg und der Förderverein der Musikfreunde Warburg veranstaltet hatten. Und es war ein Abschluss, der die Hoffnung auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr nährt. "Wir danken unserem Sponsorpartner RWE - und wenn es bei der Unterstützung bleibt, setzten wir die Reihe fort, die ja auch in diesem Jahr recht erfolgreich verlaufen ist", sagte Musikschulleiter Thomas Drunkemühle der NW.

Zwar war das Preisträgerkonzert nicht ganz so gut besucht wie die vorherigen, allerdings war es das Konzert mit dem größten Überraschungsmoment, denn was diese beiden Nachwuchsmusiker in ihrem Debütprogramm, das in Warburg Premiere hatte, auf die Beine gestellt hatten, deutet auf eine große Zukunft hin.


Auch das Klosterfestival im Kreis Höxter hatte das Talent von Hepers und Mordau bereits erkannt und das Duo im Juni im Rahmen eines Chopin-Nachmittages auf Schloss Gehrden präsentiert. Doch seitdem hat das Duo noch einmal einen großen Sprung nach vorn gemacht, wie in Warburg nicht zu überhören war. "Wir arbeiten ja erst seit einem halben Jahr intensiv an diesem Programm, und auch jetzt ist dort noch viel Entwicklungsspielraum", so Pianist Ken Mordau. Beide Instrumentalisten hatten unabhängig voneinander beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" brilliert. "Daraufhin ist uns erlaubt worden, an der Musikhochschule in Detmold am Hochbegabten-Studiengang teilzunehmen, und dort haben wir uns auch kennen gelernt, das war vor einem Jahr", erzählt Flötistin Vanessa Hepers. Dort hat es dann zwischen den beiden gefunkt. "Die Chemie stimmte einfach, und darum haben wir beschlossen, ein eigenes Konzertprogramm zu erarbeiten", sagt Mordau - und das konnte sich wirklich hören lassen. Im Schwerpunkt ist es ein Chopin-Programm. Vor allem mit den "Variationen über ein Thema von Rossini" zeigten Vanessa Hepers und Ken Marius Mordau, dass sie es verstanden, spielerische Leichtigkeit mit reifem musikalischem Ausdruck zu verbinden. Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts war die Flöten-Solo-Komposition "Requiem" des zeitgenössischen japanischen Komponisten Kazuo Fukushima (80).

In Flötistenkreisen ist Fukushima sehr beliebt, da die Querflöte das bevorzugte Instrument seiner Kompositionsarbeit ist. Fukushima verbindet westliche Moderne mit Elementen der traditionellen japanischen Musik.


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