Warburg (scho/sf). Detlef Menne, ehemaliger Wehrführer der Warburger Freiwilligen Feuerwehr, starb am Donnerstag im Alter von 57 Jahren. Ende März erst hatte Menne nach zwölf Jahren an der Spitze der Wehren im Stadtgebiet sein Amt als Stadtbrandinspektor aus gesundheitliche Gründen vorzeitig zur Verfügung gestellt. Trotz einer langen, schweren Krankheit kam sein jetziger plötzlicher Tod doch unerwartet.
Rund 15.000 Einsätze hat Detlef Menne in seiner 40-jährigen aktiven Karriere hinter sich gebracht, darunter 15 Jahre in Führungspositionen. "Teamarbeit" seien diese Jahre gewesen, hatte er beim Abschied aus der Wehrführung deutlich gemacht. Mennes Anliegen war es stets gewesen, die Ausbildung und Ausstattung der Löschzüge und -gruppen auf einem hohen Niveau zu halten. Ein weiteres Bedürfnis Mennes war die Information der Öffentlichkeit, um sie für die Gefahren, durch die ein Feuer entstehen kann, zu sensibilisieren.
Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele: Als besonders schlimm in Erinnerung geblieben war ihm ein schwerer Verkehrsunfall zwischen Ossendorf und Menne im August 2004, bei dem vier junge Menschen ums Leben gekommen waren: "Das geht unter die Haut", hatte Menne bekannt. Ein Erfolgserlebnis dagegen sei die harte Arbeit bei der Bergung eines Lastwagenfahrers auf der Autobahn gewesen, den man nach Stunden lebend aus dem zerstörten Fahrzeug herausbekommen habe.
Die Warburger Feuerwehr müsse sich vor keinem Einsatz fürchten, hatte Stadtbrandinspektor Menne beim Abschied gesagt. Auch dank des hohen Engagements Mennes. Man stehe seit Jahren bei Bränden, auf der Straße, auf der Autobahn, im Gewerbebereich in erster Reihe.
Bürgermeister Michael Stickeln würdigte Detlef Mennes "unermüdlichen und unerschrockenen Einsatz für die Mitmenschen". Das Stadtoberhaupt betonte Mennes "umsichtige Leitung" und dessen "überaus profundes Fachwissen". Mit seiner Leistung habe sich Menne weit über die Stadtgrenzen hinaus enorme Wertschätzung und großen Respekt erworben. Detlef Menne habe sich stets "mit Nachdruck" für die Belange der Feuerwehr eingesetzt.
Detlef Menne, verheiratet, zwei Kinder, trat am 1. Januar 1972, sieben Wochen vor seinem 17. Geburtstag, in den aktiven Dienst der Feuerwehr ein. Von da an gab es regelmäßig Beförderungen. 1974 zum Feuerwehrmann, 1977 zum Oberfeuerwehrmann. Bis 1992 folgten die Ernennungen zum Hauptbrandmeister. Den Dienstgrad hatte Menne bis zur Ernennung zum Stadtbrandinspektor 2002 inne.
In seinen 13 Jahren (1989-2002) als Kreisausbilder arbeitete Menne maßgeblich an der Neuorganisation der Ausbildung für Gefahrgut und Strahlenschutz im Kreis Höxter. 1982 bis 1986 war der gelernte Werkzeugmacher hauptberuflich bei der Feuerwehr und wechselte dann als Brandsachverständiger in das Versicherungswesen. Der Diplom-Ingenieur war seit 1988 mit einem Ingenieur-Büro für Brand- und Explosionsschutz selbstständig tätig. Zudem war er Sachverständiger und Sicherheits-Ingenieur.
Die Trauerfeier ist am Freitag, 4. Mai, um 14 Uhr in der Warburger Neustadt-Kirche, anschließend ist die Beisetzung auf dem Stiepenweg-Friedhof.