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09.11.2012
Helmern
Gockeln: K 20 wurde nachträglich herabgestuft
Helmeraner kämpfen um Straße
VON CARMEN PFÖRTNER

Helmern. Für die Helmeraner bleibt die Situation in Sachen Kreisstraße 20 vorerst ungewiss. Dass die Bürger überhaupt um den Erhalt ihrer Verbindungsstraße kämpfen müssen, ist anscheinend auf eine nachträgliche Umkategorisierung des Kreises zurückzuführen. Von der hätten weder die Kreistagsmitglieder, noch die Bürger des Dorfes etwas gewusst.

Matthias Gockeln von der Initiative Lebenswertes Helmern war damals Mitglied der Ortschaftskonferenz, in der im Vorfeld der Ausarbeitung des Straßen- und Wegekonzepts des Kreises über jene Wege beraten wurden, die die jeweiligen Orte konkret betreffen. "Wir haben uns damals bewusst für die drei Straßen entschieden, die nach Helmern führen, und alle drei in die Kategorie B1 eingestuft", so Gockeln. Bewusst, weil den Mitgliedern dieser Konferenz anscheinend bereits damals klar war, dass Straßen in der Kategorie B2 nicht mehr ewig instand gehalten würden.

Über kurz oder lang loswerden

"Insgesamt war das für den Kreis aber nicht genügend Einsparpotenzial, sodass im Nachhinein noch einmal an den Kategorisierungen gedreht wurde", meint Gockeln. Daraufhin wurde die K19/L763 nach Peckelsheim in die Kategorie A gehoben und die K20 zwischen Helmern und Fölsen auf eine B2 herabgestuft – um diese über kurz oder lang loszuwerden.

Umfrage
Soll die K 20 bei Helmern auch erhalten bleiben, wenn die Stadt Willebadessen finanziell dafür aufkommen muss?




Diese Entwicklung sei dann den städtischen Bürgermeistern vorgelegt worden, nicht aber den Mitgliedern der Ortschaftskonferenzen. "Da hätte unser Bürgermeister früher reagieren müssen", sagt Gockeln. Danach wurde das Konzept von den Kreistagsmitgliedern durchgewunken, die ebenso wie die Bürgermeister von der Richtigkeit des Vorgangs ausgingen.

Eigenständiges Konzept des Kreises

"Das sind Kreisstraßen, mit deren Unterhaltung wir bis jetzt ja nichts zu tun hatten", sagt Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. So sei es auch vom Kreis formuliert worden, als er besagte Dokumente begutachtete. "Es handelt sich um ein eigenständiges Konzept des Kreises, welches uns lediglich vorgelegt wurde."

Bluhm betont aber auch, dass sich in Sachen Straßen- und Wegekonzept alle Beteiligten einig waren: Es muss gespart werden. "Dass das in der konkreten Umsetzung weh tut, wussten wir", sagt Bluhm. Am 20. November berät der Bauausschuss des Kreises darüber, ob der Kreis sich bereit erklärt, die Kosten der Instandsetzung der Straße zu übernehmen, damit sie die Stadt Willebadessen wie kürzlich beschlossen als Gemeindestraße übernehmen kann (die NW berichtete). Gockeln sieht Helmern in der Vorreiterrolle: "So wie uns wird es in den nächsten Jahren vielen Dörfern gehen. Wir sind das Pilotprojekt des Aussterbens."
      

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