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10.11.2012
Detmold
Was zu Hause krank macht
Experten beantworten Fragen zum gesunden Wohnen

Detmold. Schimmelpilz, Bakterien, Elektro-Smog: Über Gesundheitsgefahren in den eigenen vier Wänden diskutieren an diesem Samstag Experten in Detmold auf dem Wohnmedizinischen Symposium der Hochschule OWL. Welche Gefahr ist echt, welche übertrieben? Zwei Fachleute beantworten die wichtigsten Fragen.

Schimmelpilz ist eklig, aber auch gefährlich?

Auf die Sporen reagieren manche Menschen allergisch, sagt Dr. Manfred Pilgramm, Organisator der Konferenz. "Bei einer Studie in den USA betraf das zwölf Prozent der Menschen." Durch Pilzsporen ausgelöste Entzündungen der Atemwege seien schwer therapierbar.

Was hilft gegen Schimmel?

Befall auf kleineren Flächen bis zu einem halben Quadratmeter kann man selbst beseitigen, sagt der Baubiologe Thomas Jockel aus Detmold. Das beste Mittel: 70-prozentiger Alkohol aus der Apotheke. Chlorhaltige Mittel töten auch den Pilz, dünsten aber stark aus. Ungeeignet ist das alte Hausrezept Essig. Die organische Substanz bietet Futter für nachwachsenden Schimmel. "Bei größerem Befall sollte ein Fachmann die Ursache klären und den Schimmel beseitigen."

Wie lüftet man richtig?

Wohnräume müssen zwei bis vier Mal täglich durchgelüftet werden, sagt Experte Jockel. Wichtig: Fenster "auf Kipp" reicht nicht. Es muss Durchzug herrschen – für bis zu zehn Minuten. "Die Luft muss komplett ausgetauscht werden."

Muss die Heizung im Winter immer laufen?

Zweite Vorbeugemaßnahme gegen Schimmel: Auch weniger genutzte Räume sollten im Winter nicht auskühlen. Ideal – aber teuer – wären 20 Grad, sagt Thomas Jockel. Er warnt vor falschem Geiz: "Das Schlafzimmer sollte tagsüber mindestens 16 Grad warm sein."

Was bringen anti-bakterielle Putzmittel?

Die beworbenen Mittel kosten Geld, sind aber überflüssig, sagt Mediziner Pilgramm. "Bakterien sind in Deutschland im Haushalt kein Problem." Normales Reinigen genüge. "Jeden Tag Putzen ist Quatsch."

Sind Handys oder drahtloses Internet gefährlich?

"Elektrisch-magnetische Felder können zu Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen führen", sagt Manfred Pilgramm. Reichen könne ein Radiowecker oder eine Stromleitung am Kopfende des Bettes, berichtet Baubiologe Jockel. "Auch auf den Funk eines drahtlosen Internets reagieren viele Menschen." Handys stehen seit Jahren unter Strahlungsverdacht. Das Risiko des Elektro-Smogswird noch erforscht. "Es wird viel übertrieben", sagt Mediziner Pilgramm. Jockel rät: "In Frage kommende Geräte und Funktechnik nachts ausschalten."

Macht Druckerstaub krank?

Laserdrucker und Fotokopierer stoßen winzige Teilchen aus. "Nanopartikel können in Nase, Rachen und Lunge gelangen", sagt Manfred Pilgramm. Die Teilchen durchdringen die Schleimhäute. Bei Dauerbelastung können Menschen unter Symptomen leiden wie bei einer chronischen Erkältung. "Häufig benutzte Drucker und Kopierer gehören am Arbeitsplatz in einen belüfteten Raum, in dem keiner sitzt", sagt Pilgramm. Er kündigt an, dass hierzu beim Symposium neue wissenschaftliche Studien vorgestellt werden.


Kommentare
Ich bin Küchen-Messi. Wenn Schimmelsporen krank machen würden, wäre ich schon 3-fach Tod.

Allerdings kann ich sagen, das Hustenreiz innerhalb 1 std. verschwindet, sobald man seinen Müll auf dem Balkon bringt, und dort weiter zwischenlagert.

Gegen Funkwellen hab ich nichts auszusetzen, allerdings gegen Dieselruss. Der reizt meinen Hals-Rachen genauso wie Schimmel.

Es hat mit viel Vergnügen bereitet, im Durchschnitt nach jedem zweiten Satz auf "weiter" geklickt zu haben. Bei zukünftigen Artikeln sollte in Betracht gezogen werden, nach jedem Halbsatz einen neuen Seitenaufruf zu forcieren. Somit könnten die Seitenaufruf-Statistiken noch ein wenig mehr für die Werbekunden geschönt werden.

Eine recht gut gemachte Fotomontage macht Appetit auf den Artikel. Allerdings, so meine Meinung, trifft der Fernseher in Sachen Elektrosmog nicht des Pudels Kern. Das Gerät steht eigentlich weit genug entfernt und so lauert keine große Gefahr. Da ist ein Handy/Smartphone weitaus gefährlicher, da es stets in Körpernähe benutzt wird, beim Telefonieren gar direkt am Gehirn. Danach käme sogar noch die Mikrowelle, von der man während des Betriebs auch gut und gerne 2 Meter Abstand halten sollte. Dazu gibt es eine Studie aus den USA: Dort gibt es inzwischen gar Köche, die über die Jahre durch diese Geräte gar zeugungsunfähig und/oder impotent wurden. Also gar nicht mal ohne diese Dinger, vor allem die Professienellen, die mit einer enorm höheren Leistung arbeiten, als die normalen im Haushalt.


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