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24.11.2012
Detmold/Ulm
Feuerwehr Detmold ist Feuerwehrteam des Jahres 2012
Preisverleihung mit Olympiasieger Matthias Steiner/ Rund 15.000 Teilnehmer beim Online-Voting

Jubel | FOTO: IVECO MAGIRUS

Detmold/Ulm (nw). Mehr als 100 Feuerwehrteams aus ganz Deutschland haben sich mit ihren besten Einsätzen für den Conrad Dietrich Magirus Preis beworben. Jetzt steht der Gewinner fest: Die Feuerwehr Detmold (NRW) ist Feuerwehrteam des Jahres 2012. Sie konnte im deutschlandweiten Wettbewerb mit einem spektakulären Einsatz eine kompetent besetzte Fachjury überzeugen und das öffentliche Online-Voting für sich entscheiden.

Info
Der erstmals ausgeschriebene Wettbewerb ist nach Conrad Dietrich Magirus, einem der größten Feuerwehrmänner der Welt, benannt. Er war Gründer der Firma Magirus, einer der Initiatoren des Deutschen Feuerwehrverbandes und Erfinder vieler wegweisender Innovationen in der Brandbekämpfung.

Das Feuerwehrteam Detmold hatte sich mit der erfolgreichen Löschung eines Großbrandes an der Sir John Morgan Grundschule in Detmold beworben. Dort war am 29. April 2012 aus bis heute ungeklärten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Obwohl die Einsatzkräfte nur wenige Minuten später vor Ort waren, entwickelte sich das Feuer zu einem fast unkontrollierbaren Großbrand. Mehr als 100 Feuerwehrleute versuchten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und konnten trotz größter Bemühungen nicht verhindern, dass das Schulgebäude abbrannte. Dank des engagierten Einsatzes blieben aber die umliegenden Gebäude und die Turnhalle vom Feuer verschont. Für die Feuerwehrtruppe war der Einsatz nach den Löscharbeiten längst nicht beendet: Sie startete eine beispiellose Hilfsaktion und sammelte innerhalb kürzester Zeit neues Spielzeug für Kindergarten und Schule. Auch die Fachjury war von diesem Engagement beeindruckt: "Hier überzeugte vor allem die menschliche Komponente", so die Jury in ihrer Begründung.

Die Detmolder durften sich nicht nur über den Gesamtsieg freuen, sondern nahm auch den Preis in der Kategorie "Brandbekämpfung" mit nach Hause. Sieger in der Kategorie "Rettungseinsätze" wurde die Freiwillige Feuerwehr Falkensee (Brandenburg), in der Kategorie "Zivile Einsätze" die Jugendfeuerwehr Dieburg (Hessen).

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit mehr als 300 geladenen Gästen nahmen die Gewinner die Auszeichnung in Ulm entgegen. "Der Preis ist ein Signal an alle 1,3 Millionen Feuerwehrleute in Deutschland, die sich jeden Tag selbstlos in den Dienst der Gesellschaft stellen. Wir wollen ihnen für ihren Einsatz und ihre Hingabe heute etwas zurückgeben und widmen den Preis daher nicht nur den heutigen Siegern, sondern allen Feuerwehrleuten im ganzen Land", sagte Antonio Benedetti, Geschäftsführer des Wettbewerbsveranstalters Iveco Magirus.

Die Spannung unter den 14 Finalisten, die am Freitag, 23. November, aus ganz Deutschland zur Preisverleihung in das Congress Centrum Ulm gekommen waren, war beinahe mit den Händen zu greifen. Denn erst vor Ort wurden die Gewinner in den drei verschiedenen Kategorien des Wettbewerbs in einer feierlichen Zeremonie bekannt gegeben. Die Sieger wurden zuvor in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: Eine Fachjury mit ausgewählten Experten aus dem Feuerwehrwesen hatte unter allen Bewerbungen die besten Einsätze ausgewählt. Dann konnten alle Feuerwehrbegeisterten in ganz Deutschland in einem Online-Voting bis 22. November ihren Favoriten wählen – insgesamt beteiligten sich rund 15.000 Personen an der Abstimmung.

Reise nach New York

Olympiasieger Matthias Steiner, der selbst viele Jahre Mitglied der Jugendfeuerwehr in seiner österreichischen Heimatgemeinde gewesen ist, und Antonio Benedetti gratulierten den Gewinnern und überreichten ihnen den Conrad Dietrich Magirus Preis, einen eigens entwickelten Ehrenpokal. "Vor ihrer Leistung, die sie für uns alle erbringen, kann man nur den Hut ziehen", zeigte sich Matthias Steiner beeindruckt. "Deshalb finde ich es wichtig, dass es einen Wettbewerb wie den Conrad Dietrich Magirus Preis gibt, der dieses oft auch ehrenamtliche Engagement besonders würdigt". Auch Ivo Gönner, Oberbürgermeister von Ulm, und Dr. Frank Knödler, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, gratulierten den Gewinnern und betonten in ihren Reden die große gesellschaftliche Bedeutung der Feuerwehren.

Die Gesamtsieger aus Detmold erhielten nicht nur die Statue, sondern dürfen sich zudem auf eine exklusive und spannende Reise nach New York inklusive Flug, Übernachtungen und einem attraktiven Komplettprogramm freuen. Sie werden dort die Feuerwehr der US-Metropole aus nächster Nähe kennenlernen und ihren Kameraden des Fire Department New York (FDNY) über die Schulter schauen. "Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und möchten uns bei allen bedanken, die für unseren Einsatz gestimmt haben", sagte Friedrich Tiemann, Wehrführer a.D. von der Feuerwehr Detmold.

Kommentare
Herzlichen Gückwunsch für die Kameradinnen und Kameraden aus Detmold...und viel Spaß bei der Reise
nach NewYork. Eine kleine Entschädigung für den oftmals harten Alltagsstress. VIEL Spass und vor allem immer eine glückliche und gesunde Heimkehr zu Euren Familien nach den Einsätzen. ALLES GUTE

Meinen Glückwunsch



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