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23.11.2012
Oerlinghausen
Start frei für Sanierung der Bahnhofstraße
Bauausschuss spricht sich einstimmig für wechselnde Parkstreifen aus
VON GUNTER HELD

Oerlinghausen. Andreas Schröder, Mitglied im städtischen Bauausschuss, der am Mittwochabend tagte, fand es "befremdlich, dass nach einem mündlichen Bericht der Verwaltung ein Beschluss gefasst werden soll. Aber vielleicht ist das hier so." Mit allen anderen stimmte er dann aber auch für die Variante eins der Sanierung der Bahnhofstraße. Vorausgegangen war ein Bericht von Bauamtsmitarbeiter Hartmut Vollmer über den zweiten Ausbauschritt der Bahnhofstraße in Helpup. Die Erneuerung der Straßendecke ist dabei eine Sache des Landes, weshalb dabei auch der Landesbetrieb Straßen.NRW tätig wird.

Zunächst war geplant, die Bahnhofstraße nur bis zum Rewe-Markt zu sanieren. Doch dem Landesbetrieb wurden zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt, so dass die gesamte Straße auf Oerlinghauser Stadtgebiet, von der B 66 bis zum Bahnübergang, in Angriff genommen werden konnte. Ziel war auch, die Belastungen der Bevölkerung möglichst gering zu halten. Nachdem der erste Abschnitt fertiggestellt ist, brauchte der Landesbetrieb nun die Zustimmung des Fachausschusses, um mit dem zweiten Bauabschnitt beginnen zu können. Dabei hatten die Kommunalpolitiker zwischen zwei Varianten zu wählen.

Variante eins sieht vor, drei Parkbereiche auszubauen. Von der B 66 aus gesehen zwei auf der rechten Seite, 76 und 109 Meter lang, und einen 90 Meter langen auf der linken Seite. Damit Fahrradfahrer gut gesehen werden, wird auf der Straße ein Radweg so aufgemalt, dass er die Radfahrer zwischen parkenden Autos und dem fließenden Verkehr hindurchführt. Der Radweg hat eine Breite von 1,45 Meter. Rechts schließt sich ein Sicherheitsstreifen von 50 Zentimetern an. Der soll Radfahrer vor sich plötzlich öffnenden Autotüren schützen. Die Parkplätze haben eine Breite von zwei Metern.

Den Radweg mit in den Bürgersteig zu integrieren, war nicht möglich, weil der Bürgersteig mit einer Breite von 2,10 Metern zu schmal ist. An der farblichen Kennzeichnung auf der Straße muss sich die Bergstadt finanziell mit 36.000 Euro beteiligen.
Die Variante zwei sieht nur zwei Parkbereiche vor. Einen, 79 Meter lang, auf der rechten Seite, ein zweiter, 228 Meter lang, auf der linken Seite. Favorisiert wurde von der Verwaltung die Variante eins. Durch die Versprünge der Parkstreifen werde die Straße optisch verengt, sagte Hartmut Vollmer. Dadurch würden Autofahrer die Geschwindigkeit verringern.
Dieser Argumentation schlossen sich auch die Politiker auf breiter Basis an.

Schon im ersten Bauabschnitt wurde auch die Stadt Oerlinghausen mit zur Kasse gebeten. Weil in der Einmündung von der B 66 aus die Bushaltestelle verlegt werden musste, fielen auf dem Parkplatz, der sich dort auf der Ecke befindet, sieben von 21 Parkplätzen weg. Und weil wegen der Verlegung der Bushaltestelle auch der Gehweg angepasst werden musste, war Oerlinghausen mit 12.000 Euro beteiligt, denn nur die Straße wird vom Landesbetrieb betreut. Die Bürgersteige sind Sache der Stadt.
Das ist auch der Grund, weshalb die Gehwege nicht auch saniert wurden. Bauamtsleiter Helmut Holthöfer: "Dafür hat die Stadt kein Geld. Wir werden die Bürgersteige aber dort wo es notwendig ist, ausbessern."



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