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24.11.2012
Oerlinghausen
Messpunkte noch sichtbar
Landesbehörde will für Abhilfe sorgen
VON GUNTER HELD

Oerlinghausen. Vor ein paar Monaten waren sie plötzlich da: Grüne Kreuze und Punkte in der Innenstadt. Die Bürger wunderten sich und die Politiker fragten im Fachausschuss nach.
Die Verwaltung konnte das Mysterium schnell erklären: Die Markierungen waren von Mitarbeitern des Landesvermessungsamtes Köln aufgebracht worden. Es waren Messpunkte zur Kontrolle der Höhenlinien. Diese Kontrollen finden in Gebieten, die nicht senkungsgefährdet sind, sehr selten statt, sagt Beigeordneter Hans-Jörg Düning-Gast im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. "Ich habe das in 30 Jahren Berufserfahrung noch nicht erlebt."
Friedhelm Thönnes ist beim Landesvermessungsamt Büroleiter im Dezernat Raumbezug und als solcher zuständig für die Höhenlinienmessung. "In Bereichen wie Oerlinghausen kontrollieren wir die Genauigkeit der Höhenlinien nur alle 20 bis 30 Jahre", sagt er im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Dort, wo Bodensenkungen möglich sind, zum Beispiel in Bergbauregionen, werde öfter gemessen. Das könne bis hinunter zum zweijährigen Rhythmus gehen.
Dass sich die Höhenlinien verändern, können Oerlinghauser auf der Straße "Unter der Howe" sehen. Beim Ausbau ist die Straße erhöht worden. Nur ein Anlieger gab damals seine Flächen nicht frei. Deshalb liegt die Straße dort ein bisschen tiefer.
Die Kontrollen sind längst erledigt, die Messpunkte jedoch noch immer sichtbar. Das stört Andreas Schröder von den Freien Wählern. Er fragte in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend die Verwaltung, wer denn die Farbe von der Straßen wieder entfernen würde.
Auf die zum Teil noch sichtbaren Markierungen angesprochen, sagt Thönnes: "Normalerweise verwenden wir Farben, die von der Witterung schnell wieder abgewaschen werden. Wir führen allerdings nicht alle Messungen selbst durch, sondern beauftragen auch Firmen. Wenn die haltbarere Farbe verwendet haben, dann sollten die Firmen diese Markierungen auch wieder entfernen."
Pech für Oerlinghausen, denn Thönnes erklärte weiter, dass die Mitarbeiter des Landesvermessungsamtes generell immer öfter auf Farbe verzichten. "Pro Messung sind drei Punkte notwendig. Zwischen zwei Messlatten, die 60 Meter voneinander entfernt stehen, wird das Messgerät platziert. Erfahrene Vermesser richten sich nach ihrem Schrittmaß."





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