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24.11.2012
Espelkamp
Knackpunkt ist der Kreisverkehr
Widerstand in Frotheim gegen Neubau der Ortsdurchfahrt
VON KARSTEN SCHULZ

Heftig diskutiert | FOTO: SCHULZ

Espelkamp-Frotheim. Der Zeitplan für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Frotheim steht, die Kosten auch, der Wille beim Landesbetrieb Straßen NRW in Minden auch – doch allein einige (betroffene) Frotheimer Bürger wollen noch nicht so richtig mitziehen. Das wurde während der Bürgeranhörung im großen Saal der Gaststätte Albersmeyer am Donnerstagabend deutlich.

Fred Olm stellte dem vollbesetzten Saal die Pläne auf anschaulichen Karten vor. 2014 sollen die Bagger anrollen, es wird mit einer Bauzeit von acht Monaten gerechnet, die Länge der gesamten Maßnahme beträgt gut einen Kilometer, die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,3 Millionen Euro. Wichtigste Neuerung und größter Eingriff in den vorhandenen Straßenraum ist ein großer Kreisverkehr, der in etwa dort entstehen soll, wo sich heute die große, unübersichtliche "Spinnen"-Kreuzung befindet.

Dazu muss auch ein Teilstück der Tonnenheider Straße verlegt werden,. "Egal, wie wir es machen, wir benötigen in jedem Fall von einigen Privatanliegern Flächen", sagt Olm. Vermieden wurde bei der vorliegenden Lösung der Abbruch von Häusern. "Das würde zu teuer und ist zu aufwändig. Wir haben uns auf diese Alternative geeinigt", sagte Olm nach Fragen aus der Bürgerschaft nach weiteren Alternativen.

Im Herbst kommenden Jahres soll die Ausschreibung erfolgen. Zuvor wird sich Mitarbeiter Peter Rost auf den Weg machen, die Anlieger besuchen und Verhandlungen über den Kauf von Grundstücksteilen aufnehmen. "Wir haben bei der gesamten Planung versucht, möglichst wenig in vorhandene Grundstücke einzugreifen", sagt Olm. Außerdem ging es den Planern darum, den Schülerverkehr möglichst sicher zu gestalten.

"Sie werden nie 2014 anfangen können. Bei dieser Lösung bekommen sie nicht alle unter einen Hut. Da können wir noch zehn Jahre warten", sagte ein Anlieger.

Ein Planfeststellungsverfahren sei nicht geplant, so Olm. Somit könne auch kein Eigentümer enteignet werden. Fachbereichsleiter Heiner Brockhagen war als Gast des Landesbetriebs von der Stadt Espelkamp bei der Bürgeranhörung dabei.

Er gab auf Nachfrage bekannt, dass Kanalverlegungen sowie Rad- und Gehwege umlagepflichtig seien und somit Anlieger noch zur Kasse gebeten werden können. "Wieviel das ist können wir noch nicht sagen. Das wird im Einzelfall berechnet und jedem mitgeteilt", so der Beamte.

Ortsvorsteher Wilhelm Stockmann machte deutlich, dass die gesamte Neugestaltung der Ortsdurchfahrt nicht am Kreisverkehr alleine scheitern dürfe. Dann müsse man halt in mehreren Bauabschnitten arbeiten, aber zumindest 2014 anfangen und die Verhandlungen parallel weiterführen.



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