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24.03.2013
Espelkamp
"Ostlandschule mit größtem Potenzial"
Unterschiedliche Analyse der Geburtenzahlen / Auswirkungen des demographischen Wandels bezweifelt
VON KARSTEN SCHULZ

Espelkamp. Schulverwaltung und die Mehrheit der Espelkamper Schulpolitiker geben immer wieder den demographischen Wandel als Hauptgrund für die Schließung der beiden Grundschulstandorte Ostland und Ina Seidel an. Genau dieser Punkt wird von der Elterninitiative, die den Bürgerentscheid politisch erzwungen hat, angezweifelt, wie jetzt einer der Sprecher, Holger Jelen, feststellte.

Er hat sich noch einmal die Einschulungszahlen für die Espelkamper Grundschulen von der Verwaltung besorgt und fasst zusammen: "Diese Zahlen widerlegen den demographischen Wandel."


Jelen: "Wir halten die kommenden fünf Jahre einen Durchschnitt von 251 Kindern pro Jahr." Hier könne man doch nicht von einem "unaufhaltsamen Abwärts-Trend sprechen".

Stattdessen, so Jelen, habe man beim Grundschulstandort Isenstedt des Grundschulverbundes Süd "ein Problem". Jelen: "Werden hier zwei Kinder weniger eingeschult, muss gehandelt werden."Sowohl im Schuljahr 2013/2014 als auch 2014/2015 werden nur 16 Einschulungen prognostiziert. Geht diese Zahl unter 15, so Jelen, könne keine Eingangsklasse gebildet werden.

Gleiches gelte wohl auch für die Erlengrundschule, die 2013/2014 auch nur zehn Klassen beschule.

Er stellt ferner fest, dass im Schuljahr 2012/2013 insgesamt 252 Mädchen und Jungen eingeschult wurden, 2013/2014 seien es sogar noch mehr: 259 und 2014/2015 sogar ein deutliches Plus mit 272.

Dann sinkt es 2015/2016 auf 231 Schülerinnen und Schüler, um 2016/2017 wieder auf 242 einzuschulende Mädchen und Jungen zu steigen.

Holger Jelen stellt fest, dass dabei die Ostlandschule die Einrichtung mit dem größten Potenzial ist. Beispielsweise in diesem Schuljahr könnten dort – lege man allein Einzugsgebiet und Geburtenzahl zugrunde – 69 Mädchen und Jungen eingeschult werden. Das wäre das Potenzial. Tatsächlich, das sei während der jüngsten Schulpflegschaftssitzung verkündet worden, würden in der Ostlandschule nur 29 Kinder eingeschult. Und an der Ina-Seidel-Schule 24 Kinder. In der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule und im Erlengrund könnten jeweils zwei Klassen gebildet werden, im Grundschulverband-Süd insgesamt vier Klassen.

Der Erlengrund profitiere, laut Aussage Jelens, derzeit wohl in erster Linie von Kindern aus dem Bereich der Ostlandschule, deshalb kämen hier zwei Eingangsklassen zustande. Nur 41 Prozent der potenziellen Schüler würden tatsächlich an der Ostlandschule angemeldet. Über die Gründe, warum 59 Prozent der Eltern, die hier ihre Kinder beschulen lassen könnten, dies vermieden, will sich Jelen allerdings nicht auslassen. Dies sei auffallend – im Vergleich zu den anderen Schulen.

Andreas Bredenkötter von der Espelkamper Schulverwaltung weist darauf hin, dass die Geburtenrate auf "geringem Niveau stagniert".

Dies bleibe in den kommenden fünf Jahren auch so. Allerdings müsse die Verwaltung von den tatsächlichen Einschulungszahlen ausgehen, denn die Eltern hätten die freie Schulwahl. Und da sehe die Situation anders aus. "Die gehen im Ergebnis einfach weiter nach unten. Und das hat vor allem auch etwas mit den Abwanderungen zu den Ersatzschulen zu tun."

Kommentare
Na na na, möchte Herr Jelen etwa Isenstedter Schüler zur Ostlandschule diskutieren? Das sollte er besser lassen, sonst könnte ihm die Unterstützung der Ortschaften für sein Bürgerbegehren flöten gehen.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass in Isenstedt zu wenig I-Männchen sind, dann ist das erst einmal eine Sache des GS-Verbundes Süd und nicht die der Ostalandschule.

Wehret den Anfängen...

Wieso ein Problem am Grundschulstandort Isenstedt? Im Schuljahr 2013/2014 werden in Isenstedt mehr als 16 Kinder eingeschult. Oder habe ich den Artikel falsch verstanden?


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