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19.11.2012
Hüllhorst
Rund 1.600 Einsatzstunden geleistet
Jahresdienstversammlung der Hüllhorster Feuerwehr in der Ilex-Halle / Bilanz und Ehrungen
VON JOST STRAUBE

Ehrung | FOTOS: JOST STRAUBE

Hüllhorst. Brennende Strohballen hatten die Feuerwehr in Schnathorst und Oberbauerschaft von Juni bis August immer wieder in Atem gehalten. Diese Einsätze, bei denen 92 Großballen in Flammen aufgingen beschäftigen die Feuerwehr noch immer. Man geht von Brandstiftung aus, und der oder die Täter sind noch nicht ermittelt.

Auf einer Fläche von rund 45 Quadratkilometern kümmern sich 144 Feuerwehrleute um den Schutz von 13.200 Hüllhorster Bürger. Zur Feuerwehr Hüllhorst gehören die Löschgruppen Tengern, Hüllhorst, Holsen, Schnathorst, Oberbauerschaft und Bröderhausen.

Treue zur Feuerwehr

Der Wehrleiter Michael Möller begrüßte am Freitagabend bei der Jahresdienstversammlung in der Ilexhalle neben seinen Feuerwehrkameraden, die Ehrenabteilung, Mitglieder von Rat und Verwaltung, auch die stellvertretenden Bürgermeister Klaus Buchholz und Hans Hamel, sowie den Bezirksbrandmeister Michael Kirchhoff, den Kreisbrandmeister Helmut Hevermann und dessen Stellvertreter Walter Riechmann und Klaus-Heinrich Schwichow. Bezeichnend für die Gefahren, welchen die Feuerwehrleute im Dienst ausgesetzt sind, kam jeder Redner am Freitagabend auf den Unfall von Erkelenz zu sprechen. In der Stadt im Rheinland hatte es am Vorabend einen Unfall bei einer Einsatzfahrt gegeben, bei dem zwei Feuerwehrleute ihr Leben verloren hatten. Der Kreisbrandmeister bat darum, für eine Woche mit einem schwarzen Trauerflor an den Einsatzfahrzeugen die Anteilnahme und Verbundenheit mit diesen Feuerwehrleuten auszudrücken. In seinem Jahresbericht blickte Wehrleiter Michael Möller auf die letzten 12 Monate zurück. Die Einsatzzahl ging gegenüber dem Vorjahr um 16 Einsätze zurück gegangen. Es hatte keinen Wespeneinsatz gegeben, von denen allerdings im Vorjahr 16 verzeichnet waren. Mit 1.598 geleisteten Einsatzstunden liegt die Wehr auch nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Bei einer Räumungsübung in der Gesamtschule konnten im Oktober wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, um bei einem Ernstfall die richtigen Maßnahmen in diesem besonderen Objekt zu ergreifen.

Um einer Überalterung der Fahrzeuge und Ausrüstung sowie einem Investitionsstau entgegen zu wirken, werde zur Zeit die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges LF 20 für die Löschgruppe Oberbauerschaft vorbereitet, verkündete der Wehrleiter. Das älteste Großfahrzeug ist mittlerweile 23 Jahre alt, das jüngste ist immerhin schon 14 Jahre im Einsatz. Die stufenweise Umstellung der Ausgehuniformen werde auch noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Leider können noch nicht alle Kameradinnen und Kameraden mit der neuen Blousonjacke NRW ausgestattet werden. "Auch die Handscheinwerfer auf den Einsatzfahrzeugen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und viele sind nur noch bedingt einsatztauglich." Deshalb sei bereits begonnen worden diese Leuchten durch moderne Knickkopflampen zu ersetzen. Doch das wichtigste Kapital der Feuerwehr sind die Feuerwehrleute. Deshalb ging ein besonderer Dank von Feuerwehrführung und von den Stadtvertretern an die ehrenamtlichen Helfer, die nicht nur im Einsatz und in der Ausbildung ihre Freizeit einbringen. Ein besonderer Dank ging an die Kameraden, die am neuen Gerätehaus in Schnathorst mitgebaut hatten, so dass es im Oktober seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Auch der Digitalfunk hält in Hüllhorst Einzug. Nachdem in diesem Jahr bereits die neuen Funkrufnamen eingeführt worden sind, soll im Juli 2013 der Probebetrieb in Ostwestfalen-Lippe starten. Ein halbes Jahr später dann der Vollbetrieb. Im Laufe der kommenden Jahre sollen alle Fahrzeuge mit einer Grundausrüstung dafür bestückt werden.

Obwohl die Hüllhorster zunächst noch im bewährten Zwei-Meter-Bereich beim Einsatzstellenfunk bleiben ist der Einsatzleitwagen (ELW) bereits mit einem Festgerät und zwei mobilen Geräten im Digitalfunk ausgerüstet. Im Rahmen der Jahresdienstversammlung wurden auch einige Kameraden für ihre treue Pflichterfüllung im Dienste der Feuerwehr mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Nordrhein Westfalen geehrt. Gerne überreichte der Wehrleiter auch die begehrten Auszeichnungen zum Feuerwehrleistungsabzeichen an 23 Kameraden.

Neben Verabschiedungen in die Ehrenabteilung und Indienststellungen standen auch einige Beförderungen auf der Tagesordnung. Bericht folgt



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