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26.11.2012
Lübbecker Land
Mehrheit für das alte Nummernschild
Mehr als 1.000 Nutzer stimmen auf nw-news.de über LK-Kennzeichen ab / Kontroverse Debatte im Netz
VON RALF T. MISCHER

Lübbecker Land. Soll es kommen – oder nicht? Das LK-Kennzeichen bleibt ein Thema. Nicht nur für Dieter Wiegmann von der Initiative "LK" – sondern auch für die Leser von nw-news. 1.046 Nutzer haben sich bisher an einer NW-Umfrage zum Thema beteiligt. 58,4 Prozent sind der Meinung, dass die Politiker im Kreistag die Meinung der Bürger des Altkreises nicht übergehen dürfen.

Verschwunden sind sie im Jahr 1973. Damals hatte das Land Nordrhein-Westfalen das sogenannte "Bielefeld-Gesetz" verabschiedet. Es sah vor, dass der Altkreis Lübbecke aufgelöst und dem neu gegründeten Kreis Minden-Lübbecke angeschlossen wird. Mit dem früheren Landkreis Lübbecke verschwanden auch die alten "LK"-Kennzeichen. Aber sie könnten zurückkehren. Ein neues Gesetz, das Anfang November in Kraft getreten ist, macht es möglich. Voraussetzung dafür ist, dass der Kreistag grünes Licht dafür gibt und einen entsprechenden Antrag beim Land stellt. Wie mehrfach berichtet, hatte der Kreistag aber bereits im März mehrheitlich dagegen gestimmt, einen solchen Antrag zu stellen.

Umfrage
Soll der Kreistag erneut darüber abstimmen, ob der Altkreis ein eigenes LK-Kennzeichen bekommt?





Ganz anders hatte sich die Stadt Lübbecke damals positioniert: Bürgermeister Eckhard Witte betonte während einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im März, dass die Wiedereinführung des Altkennzeichens identitätsstiftend für die Bewohner der Stadt und der Umgebung sei. "Da das Thema bei den Bürgern auf großes Interesse stößt, sollte man ihnen die Option der freien Entscheidung einräumen", sagte Witte. Auch CDU-Fraktionschef Kersten Bunke warb damals für das alte Kennzeichen: Eine Wiedereinführung zeuge von "Bürgerfreundlichkeit und Bürgernähe", das Kennzeichen könne ein "Werbeträger sein". Karl-Hermann Blaue von der Wählergemeinschaft Lübbecke (WL) sprach von den Vorteilen in der "kostenneutralen Wahloption". Nachdem das neue Gesetz nun die Einführung des Altkennzeichens möglich machen würde, möchte Dieter Wiegmann dafür kämpfen, dass der Kreistag erneut über das Thema abstimmt.


Auf www.nw-news.de haben bereits 1.046 Nutzer zum Thema abgestimmt. 58,4 Prozent (611 Nutzer) sind der Meinung, dass die Politik im Mindener Kreishaus den Altkreis "nicht übergehen" darf. 14,7 Prozent (154 Nutzer) vertreten die Auffassung, dass der Kreistag bereits dagegen entschieden hat und nun nicht erneut abstimmen sollte. 26,9 Prozent (281 Stimmen) der Seitenbesucher sind der Ansicht, dass "die Politik sich mit wichtigeren Dingen befassen" solle.

Im Internet führt das Thema zu Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern einer Wiedereinführung: Mehr als 40 Kommentare zum Thema deuten auf Diskussionsbedarf hin. Nutzer "John Bender" kritisiert die Anhänger des LK-Kennzeichens: "Was für ein Haufen Kleingeister. Ob Mi, od. LK, ist doch völlig egal!" Nutzer "Wiegmann" kontert: "Herr Bender! Wo fängt Kleingeist an? Dort, wo man jemandem die Wahlfreiheit vorenthalten will." Nutzerin "bettina jotmeier" schreibt, dass sie sich denjenigen anschließe, "die uns auffordern, die Parteien nicht mehr zu wählen, die gegen ein LK-Kennzeichen sind." Auch in der NW-Facebook-Gruppe "Du lebst schon lange in Lübbecke, wenn" wird das Thema kontrovers diskutiert. Gegner einer Wiedereinführung bezeichnen die Befürworter auf der Facebook-Seite unter anderem als "Don Quijotes, die gegen Windmühlen kämpfen. Die Umfrage läuft noch bis Dienstag.

Kommentare
Wo kann ich denn die Unterschrift leisten? Ich bin nur am Wochenende am Wiehen. Meine Frau, Kind und Schwiegertochter sind auch dabai. Noch ein Argument pro LK: Mit dem LK werden tausende Kombinationen geschaffen, so dass künftig auf 4-stellige Nummern verzichtet werden kann, bei LK und bei MI.

Herr Stratmann wer will denn Ihre Meinung wissen.
Wer das LK Schild haben will,soll es sich doch holen, wer nicht, wird doch auch nicht gezwungen es zu nehmen,aber es wäre schön, es sebst entscheiden zu können.Ich wünsch dem Herrn Wiegmann viel Glück
bei seiner Aktion. Ich bin dabei

Ich bin im Lübbecker-Landgeboren und jetzt in Frührente.Warum lassen wir uns von den Neuinsagen in Minden das gefallen.Es sollte ein Antrag gestellt beim Kreis bzw. Landrat werden eine Namentliche Veröffentlichung der Gegner des LK Kennzeichen, obohl dieses den Kreis nichts kostet. Auch air sind im Altkreis Lübbecke mündige Bürger und auch Wähler. Wir wollen Wissen wer diese Neuinsager sind.Herr Wiegmann sollte schnell eine Unterschriftliste im Altkrei Lübbecke veräffentlichen, oder noch besser die Medien, wie
das Fernsehen im WDR 3 OWL kompakt kondaktieren, wie hier mit uns im Altkreis Lübbecke der Kreistag mit uns Bürgern umgeht. Nennt man so etwas Demokratie ? armes Deutschland wenn das Schule macht.Dieses ist meine Meinung - herzlichst - Ihr. W.Bolze.

Ich wäre sogar dafür, das LK verbindlich für alle Autos im Altkreis einzuführen. Aber mit dem Vorschlag auf Basis der Freiwilligkeit kann ich auch leben. Auf Einsicht der Mindener Majorität im Kreistag sollten wir nicht hoffen. Das Frühjahr hatte gezeigt, dass gute Argumente nicht zählen. Und bekanntermaßen machen die Mindener 2/3 der Kreisbevölkerung und damit auch 2/3 des Kreistages aus.
In ganz Deutschland, auch in NRW werden jetzt die alten Kennzeichen eingeführt und nur wir Bürger des Lübbecker Landes werden hier gegängelt, unfassbar.
Eine Unterschriftenaktion wäre gut. Ein paar Tausend Unterschriften müsste man doch zusammenkriegen und dann medienwirksam direkt nach Düsseldorf schicken. Dann würde dann vielleicht die Betonköpfe von der Weser beweglicher machen.

War doch vorher schon klar, dass der Kreistag so entscheiden würde. Die Mehrheit seiner Mitglieder sind ja auch aus dem Altkreis Minden. Welche wirklich wichtigen Argumente wurden bislang in dieser Diskussion vorgebracht, die gegen die Einführung des LK-Kennzeichens sprechen? Keine! Der Kostenpunkt? Lächerlich! Nahezu jeder berappt doch auch die 20 EUR für sein Wunschkennzeichen. Warum dann nicht auch für LK? Lasst doch einfach die Bürger im Lübbecker Land entscheiden.



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