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28.11.2012
Lübbecker Land
Hunderte stimmen für das LK-Kennzeichen
Online-Umfrage der NW beendet: Gut 60 Prozent wünschen sich altes Nummernschild zurück

Lübbecker Land (fha). Die Leser-Resonanz auf die Online-Umfrage der Neuen Westfälischen zur Wiedereinführung des alten LK-Kennzeichens war überwältigend: Allein der Artikel "Der Kampf um das LK-Kennzeichen" wurde auf der Internetseite nw-news.de/luebbecke rund 3.500 Mal angeklickt. Darüber hinaus wurden mehr als 1.300 Stimmen im Internet abgegeben, dazu gut 50 Online-Kommentare sowie Leserbriefe. Ergebnis: Sechs von zehn Lesern befürworten, dass der Kreis Minden-Lübbecke ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Verbundenheit mit dem Altkreis Lübbecke durch das frühere LK-Nummernschild am Fahrzeug auszudrücken.

Info

Umfrage-Ergebnis

Auf die Frage "Soll der Kreistag erneut darüber abstimmen, ob der Altkreis ein eigenes LK-Kennzeichen bekommt?" antworteten 61 Prozent (829 Stimmen) der Leser: "Ja, die Politik darf den Altkreis nicht übergehen."

13,5 Prozent (183 Stimmen) entfielen auf die Antwort "Nein, der Kreistag hat bereits dagegen entschieden."

25,5 Prozent (346 Stimmen) waren der Meinung "Die Politik sollte sich mit wichtigeren Dingen befassen."

Insgesamt wurden in einer Umfrage-Woche 1.358 Stimmen abgegeben.(fha)

An alle Unterstützer des LK-Kennzeichens im Mühlenkreis gerichtet ist beispielsweise die Ankündigung des Befürworters, Dieter Wiegmann aus Lübbecke: Ab kommender Woche werde die Unterschriftenaktion "Ich will LK" starten.


Das dürfte Online-Leser wie "Falk Oberdorf" freuen: "Ich hatte die Sache bereits verloren geglaubt. Zu drückend war die Mindener Mehrheit. Schön, dass man sich der Sache wieder annimmt!" Von 1973, dem Jahr der Zusammenlegung der Altkreise Minden und Lübbecke spricht er als "Zwangsvereinigung gegen den Kreistag in LK und gegen die Meinung der Menschen des Kreises Lübbecke". Das LK-Kennzeichen sei "das Mindeste, was wir einfordern dürfen". Das sehe nicht nur die Mehrheit der Lübbecker so, ist er sicher, "sondern auch die Hüllhorster, Oldendorfer, Espelkamper, Rahdener und Stemweder".

Zumindest "Dirk Ruehrop", der sich in seinem Beitrag als Rentner aus Schnathorst vorstellt, unterstützt diese Aussage: Er habe mit MI nichts am Hut. Statt dessen wünsche er sich "so sehr das alte LK-Kennzeichen zurück". Auch "Janina Fangmeier" aus Stemwede schließt sich an. Sie höre in ihrer Gemeinde täglich, dass man das Kennzeichen sofort ändern würde: "Großes Lob an alle, die nicht aufgeben."

Doch auch Kritiker meldeten sich reichlich zu Wort. So schreibt "Willenberg": "Für mich gibt es nur ein Kennzeichen: MI, und das steht für den Kreis Minden-Lübbecke." Aber es gebe eben immer einige, die in der Vergangenheit lebten – "hoffentlich fordern diese nicht bald preußische Wappen für den Kreis". Auch "Benny" widerspricht Wiegmanns Aussage, alle Bürger wollten das LK-Kennzeichen und fragt: "Ist das Selbstbewusstsein der Lübbecker denn wirklich so gering, dass man sich durch ein LK-Kennzeichen so drastisch von den bösen Mindenern abgrenzen muss?"

Kommentare
Tja, lieber Rainer, das können Dir wohl nur die Blockierer von der Weser beantworten. Für die zählt nur der Ballungsraum Minden-Porta-Oeynhausen, die ländliche Region ist denen egal. Dass es so etwas wie Lokalpatriotismus gibt, zählt für die nicht. Das Lübbecker Land gilt denen wohl nur als lästiger Appendix, der sich den grostädtischen Interessen unterzuordnen hat. Die wollen nicht erkennen, dass ein LK-Kennzeichen, das Bekenntnis zum Mühlenkreis stärkt, nicht schwächt. Apropos: allen die defätistisch äußern, "dann müsse ja jedes Dorf sein eigenes Kennzeichen bekommen", sei gesagt, dass das Gesetz dies nicht vorsieht. Die Mindener können daher ggf. dafür streiten, dass das einst zum Altkreis Minden gehörende Uffeln (heute ein Stadtteil von Vlotha/ Kreis Herord) das Kennzeichen MI erhält. Ich würde dies dann unterstützen. Das Für und Wider LK betrifft die Mindener gar nicht und es gibt keíne sachlichen Argumente gegen das LK-Kennzeichen. Es kostet nicht mehr Geld, spült sogar Gebührengelder in die Kreiskasse, da fraglos viele Lübbecker sofort einen Kennzeichenwechsel durchführen werden, es spaltet nicht den Mühlenkreis, sondern wirkt in Minden-Lübbecke verbindend. Und es es nicht nur ein Bedürfnis der Menschen der Lübbecker Kernstadt, sondern LK steht repräsentativ für das gesamte Lübbecker Land von Huchzen bis zum NRW-Nordpunkt, von Dielingen bis Struckhof, vom Eggetal bis Schmalge. Es versöhnt die Menschen vom Wiehen und Stemmer Berg, die damals nicht gefragt wurden, als sie mit Minden zwangvereinigt wurden.

Wo ist eigentlich das Problem? Diejenigen, die es haben wollen, sollen es einfach bekommen. Und wer es nicht möchte, muss es ja auch nicht nehmen. So einfach ist das und in anderen Kreisen funktioniert das ja auch problemlos. Warum wird hier eigentlich so eine große Sache daraus gemacht?



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