Pr. Oldendorf (kor). Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für die künftigen Fünft- bis Zehntklässler in der Stadt Pr. Oldendorf.
Die schlechte zuerst: Zum nächsten Schuljahr 2012/13 wird die geplante Sekundarschule Pr. Oldendorf definitiv nicht an den Start gehen, weil zwei Kinder an der geforderten Mindestzahl von 75 fehlen. Die Stadtverwaltung Pr. Oldendorf wird nicht gegen das Land NRW klagen, das die Genehmigung wegen der Unterzahl von 73 Anmeldungen widerrufen hat.
Die gute Nachricht: Die Gemeinde Rödinghausen hat ihre Klage gegen den Pr. Oldendorfer Ratsbeschluss und gegen das Land NRW wegen der Sekundarschule zurück gezogen.
Diese Ergebnisse brachte ein Erörterungstermin vor dem Mindener Verwaltungsgericht, zu dem sich am Freitag Vertreter der Verwaltungen von Pr. Oldendorfer und Rödinghausen mit einer Richterin getroffen hatte.
Marlies Bormann (Stadtverwaltung Pr. Oldendorf) blickt nach vorn: "Wir konzentrieren uns jetzt voll auf das nächste Jahr, um dann mit der Sekundarschule an den Start zu gehen. Und wir werden mit der Gesamtschule Rödinghausen kooperieren, so dass die Schüler nach der 10. Klasse eine weitere Alternative haben." Kooperationen gibt es bisher mit den Gymnasien Lübbecke und Espelkamp sowie mit der Berufsschule Lübbecke.
Drei Themen wurden am Freitag am Verwaltungsgericht besprochen: die Klage Pr. Oldendorfs gegen das Land NRW wegen des Widerrufs der Genehmigung für die Sekundarschule sowie die Klagen Rödinghausens gegen Pr. Oldendorf wegen des Ratsbeschlusses, die Schule einzurichten, und gegen das Land, eine solche Schule überhaupt zu genehmigen.
Die Richterin, berichtete Marlies Bormann, halte den Widerruf der Bezirksregierung für rechtmäßig. Was die Bedenken der Rödinghauser angeht, meinte sie, dass die Schulplanung der Nachbarstadt Pr. Oldendorf in Ordnung sei. Eine Klage dagegen habe wenig Aussicht auf Erfolg.
Bis 31. Oktober muss Pr. Oldendorf jetzt einen neuen Antrag für eine Sekundarschule vorlegen.
















