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24.11.2012
Rahden
Werbegemeinschaft vorerst ohne Führungsspitze
Andreas Winkelmann steht nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung
VON ANJA SCHUBERT

Sieht’s realistisch | FOTO: ANJA SCHUBERT

Rahden. Drei Jahre lang stand Andreas Winkelmann an der Spitze der Werbegemeinschaft. Wie bereits seit längerem in den eigenen Reihen bekannt, stellte sich der Vorsitzende im Rahmen Jahreshauptversammlung nicht zur Wiederwahl.

"Ich sehe jetzt schon realistisch, dass ich im nächsten Jahr aus persönlichen Gründen zeitbedingt nicht das leisten kann, was diese Position erfordert", erläuterte Winkelmann gestern im Gespräch mit dieser Zeitung, warum er für eine weitere Amtsperiode nicht zur Verfügung stehe. Interne Vorgespräche in den Vorstandreihen blieben in Sachen Nachfolgeregelung bisher ebenso ergebnislos wie auch in der Jahreshauptversammlung selbst. "Die Verantwortung, die auf dem Vorstand lastet, ist immens hoch", hat der scheidende Vorsitzende für die verhaltene Reaktion der übrigen Kaufleute Verständnis. Allein das Stadtfest habe eine Dimension erreicht, wo es verschärfte Sicherheitsauflagen zu beachten gelte. "Wir machen das alle ehrenamtlich, aber wenn etwas passieren sollte, steht der Vorstand dafür gerade."

Für das, was man mit Automesse, Stadtfest, Trödelmarkt und Weihnachtsmarkt auf’s Jahr gesehen zu bewältigen habe, sei man bei der Zahl an verfügbaren Schultern, die diese Aktionen stemmen, mittlerweile stark an die Grenzen gestoßen.

"Wir kommen um ein vernünftiges Stadtmarketing nicht mehr umher", unterstrich Winkelmann noch einmal mit kritischem Blick darauf, dass seitens der Stadt sich seit der letzten Jahreshauptversammlung nichts bewegt habe. Der ins Auge gefasste Zusammenschluss zwischen Werbegemeinschaft und Gewerbebund, der seit August in Arbeitsgruppen vorbereitet wird, könne diesbezüglich vielleicht eine Veränderung bewirken. Das Ziel dieses neuen Vereins solle es sein, deutlich schlagkräftiger zu sein als zuvor. Die Struktur und Arbeit innerhalb der Arbeitsgemeinschaften der Werbegemeinschaft bewertete Winkelmann als unverändert gut.

Wie geht es weiter mit der Führungsspitze der Kaufleute? Was ist, wenn sich bis zum Jahresende kein neuer Vorsitzender findet? Denn schließlich sollte jetzt mit Peter Durnio zudem einer der drei Stellvertreter wiedergewählt werden. Doch auch diese Wahl wurde vertragt. "Für eine Wiederwahl stelle ich mir nur dann zur Verfügung, wenn auch die Position an der Spitze wieder besetzt wird", so Durnio, der nicht ganz zu unrecht befürchtete, dass ohne einen neuen Mann oder eine neue Frau an der Spitze die Arbeit längerfristig komplett auf seine Schultern drücken könne.

Andreas Winkelmann zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass bis zum Jahresende eine vernünftige Lösung gefunden werde. Bis zum Ende des Geschäftsjahres stehe er selbstverständlich weiter zur Verfügung. Wie es weitergehen soll, falls kein Nachfolger gefunden werde - darauf verwendet Winkelmann derzeit noch keinen Gedanken.



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