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27.11.2012
Stemwede
Anerkennung für selbstlosen Einsatz
Treffen der Minden-Lübbecker Feuerwehr-Senioren in Levern
VON HEIDRUN MÜHLKE

Die Senioren unter den Senioren | FOTO: HEIDRUN MÜHLKE

Stemwede-Levern. Lang ist die Tradition des Treffens der Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Mühlenkreis. Seit mittlerweile 34 Jahren ist die Zusammenkunft fester Bestandteil im Terminkalender am Samstag vor Totensonntag geworden und mit 825 teilnehmenden Feuerwehr-Senioren aus elf Städten und Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke erreichte die Beteiligung damit fast wieder das Vorjahresniveau.

"Eine Veranstaltung, die über diese lange Zeitschiene an Attraktivität für unsere Kameraden nichts verloren hat", betonte Kreisbrandmeister Helmut Hevermann in seiner Begrüßung am Samstag in der Leverner Festhalle. "Die große Resonanz zeigt uns, dass wir mit der Art der Kameradschaftspflege auf dem richtigen Kurs sind. Hier besteht Gelegenheit, alte Freundschaften zu pflegen, Kameraden aus früheren aktiven Zeiten zu treffen und sich über alte Zeiten und die Ereignisse aus dem letzten Jahr auszutauschen."


Hevermann würdigte die Ehrenabteilungen als wichtigen Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis. Von den 6.109 Mitgliedern (ein Minus von 154 Mitgliedern) gehören allein 1.557 Kameraden (ein Plus von acht) den Ehrenabteilungen an. Das sind rund ein Viertel aller Feuerwehrkameraden.

Hinsichtlich der Mitgliederzahlen erinnerte Hevermann daran, dass es im Kreis 3.064 (minus 22) aktive Mitglieder und 1.036 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr gebe. In den 14 Musikzügen spielten insgesamt 296 Männer und Frauen.

Der Kreisbrandmeister mahnte, bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen darauf zu achten, dass die Attraktivität in den Feuerwehren erhalten bleibe, damit die Mitgliederzahlen nicht weiter zurückgingen. "Insbesondere der Rückgang in den Jugendfeuerwehren von mehr als 100 zeigt, dass der demografische Wandel mit rückläufigen Kinderzahlen an uns nicht spurlos vorüberzieht", so Hevermann. Deshalb werde auch in NRW aktiv über Kinderfeuerwehren nachgedacht und im Kreisgebiet habe die Feuerwehr Porta Westfalica die ersten Erfahrungen mit Kindern ab sechs Jahren gemacht.

Wertschätzung und Anerkennung für ihren geleisteten aktiven Dienst erfuhren die "Blauröcke im Ruhestand" von allen Seiten. So lobte Bernd Hachmann, Bürgermeister der Stadt Rahden, den ehrenamtlichen Einsatz der Männer und die hervorragende Kameradschaft über den Dienst hinaus. "Auch außerhalb des aktiven Dienstes der Feuerwehr prägen und fördern die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung die Gemeinschaft und das Miteinander in den einzelnen Wehren und Löschgruppen", so Hachmann. Schließlich lebe die Feuerwehr nicht ausschließlich von den Einsätzen und Übungen, sondern auch vom zwischenmenschlichen Kontakt und einem positiven Gefühl der Zusammengehörigkeit.

"Auch nach all den Jahren des aktiven Dienstes, in denen die Kameraden oftmals ihre Gesundheit und ihr Leben für die Allgemeinheit riskierten, haben sie ein Recht darauf, auch im Alter nicht in Vergessenheit zu geraten, denn nicht zuletzt sind die Feuerwehrkameraden ein unverzichtbares Element im dörflichen Leben unsere Städte und Gemeinden und somit eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft."

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Rahden waren in diesem Jahr für die Organisation der Großveranstaltung, das Herrichtung der Halle und die Verpflegung in fester und flüssiger Form zuständig. Für Musik sorgte der Feuerwehrmusikzug Bierde-Schlüsselburg.

Landrat Dr. Ralf Niermann dankte den Feuerwehr-Senioren für ihren langjährigen Einsatz und freute sich, dass ein hohes Potenzial an ehrenamtlicher Bereitschaft im Kreis vorhanden sei. Dabei machte er deutlich, mit welch selbstlosem Einsatz sich die Kameraden jahrzehntelang in den Dienst am Nächsten stellten.

Nahtlos reihte sich Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak in die Dankes- und Lobeshymnen ein und bezeichnete die Ehrenabteilung als unverzichtbaren Teil des Feuerwehrwesens. Gerade das Treffen in Levern mache die Verbundenheit der Minden-Lübbecker Feuerwehren untereinander deutlich. Rybak zollte allen Senioren größten Respekt und versicherte ihnen die größte Wertschätzung für den selbstlosen Einsatz in ihrer aktiven Zeit zum Wohle der Bürger.



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