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20.11.2012
Bad Lippspringe
"Die Kurstadt neu gestalten"
Wettbewerb um Landesgartenschau-Logo geht in die entscheidende Phase
VON KLAUS KARENFELD

Edeltraud Kerwien ist das 333. Mitglied des Fördervereins Landesgartenschau | FOTO: KLAUS KARENFELD

Bad Lippspringe. Das Ziel ist ehrgeizig: Spätestens Ende 2014 will der Förderverein Landesgartenschau die Marke von 1.000 Mitgliedern erreicht haben. Die Werbeaktionen sollen deshalb im kommenden Jahr weiter verstärkt werden.

Es war die erste Mitgliederversammlung zehn Monate nach Gründung des Fördervereins. Und das Vorstandsteam mit Bernd Nübel an der Spitze konnte zufrieden sein. Etwa 150 der mittlerweile 407 Mitglieder wollten sich aus erster Hand über die aktuellen Planungen zur Landesgartenschau 2017 informieren. Und sie wurden nicht enttäuscht. Neben den fünf Vorstandmitgliedern stellten sich an diesem Abend auch Bürgermeister Andreas Bee und der Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH, Herbert Gruber, den Fragen der Mitglieder.

Laut Bee geht die Suche nach einem überzeugenden Landesgartenschau-Logo in die entscheidende Phase. Insgesamt zwölf Werbeagenturen, eine sogar aus dem Ausland, hätten bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 12. November einen aussagekräftigen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Aus den Einsendungen wurden inzwischen fünf Vorschläge ausgewählt, die am 10. Januar im Kongresshaus erstmals offiziell vorgestellt werden sollen.

Nübel sieht in der Landesgartenschau 2017 eine einmalige Chance für Bad Lippspringe. "Gemeinsam", so sein Plädoyer, "werden wir die Kur- und Badestadt neu gestalten." Das benachbarte Rietberg könne dabei ein gutes Vorbild sein. Obwohl das Großereignis dort bereits vier Jahre zurück liegt, lockt das ehemalige Landesgartenschaugelände immer noch durchschnittlich 230.000 Besucher im Jahr.

Unverändert groß ist auch die Spendenbereitschaft der Rietberger. Firmen und Privatleute investierten allein 2011 rund 200.000 Euro in den Erhalt der 40 Hektar großen Gartenschaufläche. Darüber hinaus gibt es etwa 80 ehrenamtliche Helfer, die zu regelmäßigen Arbeitseinsätzen ausrücken. "Dieses Engagement müssen und werden auch die Bad Lippspringer unter Beweis stellen", ist Nübel überzeugt.

Förderverein und Jugendfeuerwehr wollen ein erstes Zeichen setzen. Für das kommende Frühjahr ist geplant, den Jordan von modernden Holz- und Baumstümpfen zu befreien.

Inzwischen abgeschlossen ist die Vermessung des 35 Hektar großen Landesgartenschaugeländes. "Zurzeit bereiten wir den europaweiten Architekten-Wettbewerb vor", erläuterte Herbert Gruber. "Die von den Bad Lippspringern eingebrachten Ideen und Vorschläge sollen dabei soweit wie möglich berücksichtigt werden."

Auf der umfangreichen Wunschliste der Bürger ganz oben steht die Wiederherstellung der Waldbühne im Kurwald; daneben gibt es bereits sehr konkrete Bepflanzungsvorschläge und die Idee von einem komplett barrierefreien Wegenetz.

Für die Dauer der Landesgartenschau werden die Bad Lippspringer auf einige wenige liebgewonnene Gewohnheiten verzichten müssen. Das machte Bee abschließend deutlich: "Wir wollen uns mit dem Großereignis im Jahr 2017 nicht nur von unserer schönsten Seite präsentieren, sondern am Ende auch einen wirtschaftlichen Erfolg erzielen."

So werden während der Landesgartenschau etwa zehn Prozent des 200 Hektar großen Kurwaldes umzäunt sein, der weitaus größte Teil, rund 90 Prozent, steht den Spaziergängern allerdings weiterhin ungehindert offen.

Über die Ziele, Aufgaben und Arbeit des Fördervereins informierten an diesem Abend unter anderem auch Schriftführerin Birgit Peters und Schatzmeister Gerhard Freund.



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