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27.11.2012
Bad Wünnenberg
Besuch einer Zeitzeugin des Holocaust
Beitrag zur Werteerziehung in der Realschule Fürstenberg

Beeindruckende Begegnung | FOTO: REALSCHULE FÜRSTENBERG

Bad Wünnenberg. Die Autorin und Zeitzeugin des Holocaust in Litauen, Tamar Dreifuss, besuchte die Klassen 5 und 6 der Realschule Fürstenberg und faszinierte Schüler und Lehrer mit ihrer beeindruckenden Erzählung zu den Bildern ihres Kinderbuches "Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944 – Ein jüdisches Mädchen überlebt den Holocaust in Osteuropa".

In der Aula waren 113 Schülerinnen und Schüler mit ihren Deutschlehrern versammelt und dennoch war es mucksmäuschenstill, als die 74jährige Dreifuss sich vorstellte und den Kindern von ihrer Herkunft, frühen Kindheit und Familie erzählte.

Mit einem Lied drückte sie einen tiefen Dank an ihre mutige Mutter aus. Ihrem entschlossenen Handeln verdanke sie ihr Überleben, sagte Tamar Dreifuss. Den Inhalt des autobiografischen Kinderbuchs über Flucht und Rettung vor dem Vernichtungslager erzählte die Autorin frei zu den projizierten Buch-Illustrationen und fügte zusätzliche Erklärungen ein, sodass das Schicksal des 3- bis 7-jährigen Mädchens die Zuhörer sehr persönlich berührte.

So war das anschließende Gespräch auch geprägt von vielen sachlichen und emotionalen Fragen und Aussagen der Kinder und persönlich sehr offenen und kindgerechten Auskünften und Erklärungen der Zeitzeugin. Wie selbstverständlich spürten und benannten die Kinder die Motivation der Autorin, dieses Buch geschrieben zu haben und darüber mit Kindern von heute in Kontakt zu treten.

Weder Verbitterung noch Angst, sondern Optimismus für die Zukunft in gemeinsamer Verantwortung prägte die Veranstaltung. Diese Autorenlesung besonderer Art wird nachwirken und ist damit ein Beitrag zur Werteerziehung, einem wichtigen Ziel der Realschule Fürstenberg.



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