Kreis Paderborn. Zu schnelles Fahren ist auf unseren Straßen nach wie vor der "Killer Nr. 1". Deshalb wird die Polizei am Mittwoch und Donnerstag, 24. und 25. Oktober, im Rahmen landesweiter Geschwindigkeitskontrollen zum dritten Mal in diesem Jahr den so genannten "Blitzmarathon" durchführen.
"Es kann gar nicht genug getan werden, um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Rasen ist kein Kavaliersdelikt. Raser sind verantwortlich für schwere Verkehrsunfälle. Mit dem Blitzmarathon wird in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die vielen Opfer und Schicksalsschläge für deren Familien geweckt", so Landrat Manfred Müller, Leiter der Kreispolizeibehörde Paderborn.
Bereits im Februar und im Juli hatte es im Rahmen der landesweiten Kampagne "Brems Dich – rette Leben" die ausgedehnten Geschwindigkeitskontrollen gegeben. Im Sommer waren beim "24-Stunden-Blitz-Marathon II" erstmalig Bürgerinnen und Bürger an der Verkehrssicherheitsaktion aktiv beteiligt worden.
Hohes Grad an Verkehrssicherheit
Damals hatte die Polizei die Menschen aufgerufen, ihre so genannten "Wutpunkte" zu benennen, an denen gerast wird. Diese Idee traf auf eine sehr positive Resonanz bei Menschen und Medien. Landesweit hatten sich damals über 15.000 Menschen an die Polizei gewandt. Allein im Kreis Paderborn waren es 210 Menschen, die sich gemeldet und über 240 Vorschläge zu Messstellen gemacht hatten.
Der Abteilungsleiter der Polizei in Paderborn, Leitender Polizeidirektor Andreas Krummrey, sieht darin einen deutlichen Beleg für die Aktualität des Themas und das Bedürfnis der Öffentlichkeit nach einem hohen Grad an Verkehrssicherheit.
In den ersten drei Monaten nach dem Blitzmarathon II hat die Polizei im Kreis Paderborn mehr als die Hälfte der genannten Wutpunkte bewertet. Mittlerweile sind über 40 dieser Stellen mit in die regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen der Polizei einbezogen worden. Auch beim kommenden Blitzmarathon resultieren alleine sechs Kontrollstellen aus der Bürgerbeteiligung im Juli.
Gefahren unterschätzen
In den ersten neun Monaten dieses Jahres musste die Polizei im Kreis Paderborn 296 Verkehrsunfälle aufnehmen, bei denen zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle gespielt hat. Auch wenn der Trend im Vergleich zu den ersten drei Quartalen der vergangenen Jahre deutlich rückläufig ist (2011: 320 / 2010: 391), bleibt festzustellen, dass einige Autofahrer die Gefahren durch zu schnelles Fahren weiterhin unterschätzen.
Übersicht der Messstellen vom 24. Oktober, 6 Uhr, bis 25. Oktober, 6 Uhr:
´ Paderborn-Sande, B 64 (Münsterstraße/Wutpunkt)
´ Paderborn-Schloß Neuhaus, B 64 (Münsterstraße)
´ Delbrück, B 64 (Rietberger Straße)
´ Salzkotten-Verlar, L 636 (Lippstädter Straße)
´ Paderborn, K 38 (Dahler Weg/Wutpunkt)
´ Hövelhof, L 756 (Paderborner Straße/Wutpunkt)
´ Lichtenau, B 68 (Lange Straße)
´ Bad Wünnenberg-Haaren, L 636 (Paderborner Straße)
´ Salzkotten, B1 (Geseker Straße)
´ Büren-Brenken, K 37 (Alter Hellweg/Wutpunkt)
´ Paderborn, Erzberger Straße (Wutpunkt)
´ Büren-Hegensdorf, L 549 (Aftetal/Wutpunkt)
´ Paderborn, L 813 (Heinz-Nixdorf-Ring)
´ Delbrück, L 822 (Lippstädter Straße)
´ Delbrück-Schöning, K 61 (Schöninger Straße)
´ Salzkotten, L 636 (Tudorfer Straße)
´ Paderborn, B 64/ Salzkottener Straße
´ Benhausen, B 64/ K 1
´ Altenbeken- Buke, B 64